Akzio

Frankfurter Sponsoringagentur stellt sich neu auf

Holger Zindt (l.) verlässt Akzio, Karsten Petry folgt (Bilder: Akzio/Commerzbank)
Holger Zindt (l.) verlässt Akzio, Karsten Petry folgt (Bilder: Akzio/Commerzbank)

Bei der Frankfurter Sponsoringagentur Akzio geht im kommenden Jahr eine Ära zu Ende: Holger Zindt, Geschäftsführender Gesellschafter der Agentur seit 2001, wechselt zur Deutschen Vermögensberatung (DVAG) und übernimmt dort die Leitung des Marketing-Bereichs. Einen Nachfolger gibt es bereits - und er ist für Akzio kein Unbekannter.

Zum 1. Januar 2014 kehrt Karsten Petry zu Akzio zurück. Er war bereits von 2002 bis 2008 bei der Agentur in verantwortlicher Position tätig. Zuletzt verantwortete er als Vice President den Bereich Corporate Sponsoring bei der Commerzbank. Ab dem neuen Jahr wird Petry gemeinsam mit Karsten Bentlage das Frankfurter Akzio-Büro leiten, dem Münchner Office stehen weiterhin die Geschäftsführer Thomas Kahl und Simon Trägner vor. Die Schwesteragentur Ajoint Communications wird wie bisher Oliver Michels und Jaqueline Habermann geleitet.

Petry und Zindt werden noch eine Weile gemeinsam bei Akzio wirken, ehe Letzterer zum 31. März ausscheidet und zur DVAG wechselt. Das Unternehmen betreut 6 Millionen Kunden mit 37.000 Kundenberatern. Dort wird er für den weiteren Markenaufbau und die Markenführung verantwortlich sein - für Zindt eine reizvolle Aufgabe: "Die Neukundengewinnung lief bislang fast ausschließlich über Weiterempfehlung. Das zeigt, dass dieses Unternehmen einiges richtig macht." Für den Sponsoring-Experten ist klar, dass sich die DVAG vor diesem Hintergrund wesentlich offensiver vermarkten lässt, als es derzeit der Fall ist. "Mit welchen Instrumenten man das dann macht - Klassische Werbung oder Sponsoring - kommt auf die jeweilige Geschichte an. Wichtig ist, dass sie aus der Marke heraus kommen."

Bislang konnte man sich Akzio ohne Zindt gar nicht vorstellen. Dem scheidenden Geschäftsführer ist um die Agentur jedoch nicht bang: "Dass nach 15 Jahren noch alle Gründer mit an Bord sind, ist meiner Ansicht nach außergewöhnlicher, als wenn einer nach so langer Zeit von Bord geht", so Zindt. Und weiter: "Akzio ist sehr stark von Kontinuität geprägt und wird das auch bleiben!" Zumal mit Karsten Petry ein Mann an Bord kommt, der sowohl Akzio als auch die gesamte Sponsoringbranche aus dem Effeff kennt. In den vergangenen fünf Jahren hat der 38-Jährige die Abteilung Konzernsponsoring innerhalb des Bereichs Markenführung bei der Commerzbank aufgebaut.

"Ich denke, dass wir bei der Commerzbank in dieser Zeit einiges erreicht haben - jedenfalls so viel, dass ich mich guten Gewissens einer neuen Aufgabe zuwenden kann", sagt Petry. "Als ich dann die Möglichkeit bekommen habe, künftig mit alten Weggenossen bei der führenden Sponsoringagentur in Deutschland zusammenarbeiten zu können, musste ich nicht lange überlegen." Seine Ziele bei Akzio hat Petry klar vor Augen: "Wir wollen das starke Wachstum von Akzio fortsetzen und dabei unsere Dienstleistungen für die Kunden stetig optimieren. Ich persönlich möchte unseren Kunden durch meinen von Konzern- und Marken-Erfahrung geprägten Input die richtige Sponsoringdenke vermitteln."

Bei Akzio und Ajoint sind an beiden Standorten zusammen mehr als 100 Menschen beschäftigt. Die Agenturen betreuen Kunden wie BMW, HTC, Gazprom, Kyocera und Unicredit. ire

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