Youtube auf dem Weg in die Primetime

Warum die TV-Vermarkter jetzt Gas geben müssen

Sonntag, 24. März 2019
Laufen die Streaming-Plattformen dem klassischen Fernsehen den Rang ab? Wenn man sich anschaut, wie sich die Mediennutzungsgewohnheiten der Generation X und der Millennials verändern, dann kann einem als Manager eines TV-Senders schon angst und bange werden. Doch noch ist nichts verloren. Bastian Lütz, Director Communication Consulting bei der Group-M-Agentur Essence, hat sich die kürzlich von der AGF und Google veröffentlichten ersten Nutzungszahlen von Youtube im Detail angeschaut - und kommt in seinem Gastbeitrag für HORIZONT Online zu interessanten Schlussfolgerungen.

Nun ist es also soweit. Die AGF hat erste mit TV vergleichbare Nutzungszahlen für Youtube vorgelegt. Mit 33 Minuten entfällt ein gutes Achtel der täglichen Bewegtbildnutzung auf Googles Videoplattform. Zumindest, wenn man Streamingdienste wie Netflix, Prime oder DAZN außen vorlässt, die zwar auch schon kräftig in den Aufmerksamkeitskuchen beißen, aber bisher noch an einem anderen Tisch sitzen. Und natürlich Social Media, aber da hinkt der Vergleich dann doch so gewaltig, man müsste ihn ambulant behandeln, würde man ihn ziehen.

Doch was lässt sich mit den Zahlen anfangen? Sind sie überraschend hoch oder überraschend niedrig? Sind sie überhaupt vergleich- und für seriöse Mediaplanung nutzbar? Die Antwort erschließt sich erst im Kontext mit anderen Metriken und Entwicklungen.

Da ist zuallererst mal die Frage, was Youtube eigentlich ist und auf welcher Ebene man den Vergleich zieht. Ein eigenes Medium, so wie SevenOneMedia vor noch nicht einmal drei Jahren in seinem Viewtime Report 2016 zu argumentieren versuchte?

Jetzt kostenfrei registrieren
und sofort alle H+ Artikel lesen!

Die Registrierung beinhaltet
den täglichen HORIZONT Newsletter.

 
Sie sind bereits registriert?
Der Nutzung Ihrer Daten können Sie jederzeit widersprechen.
Weitere Hinweise finden Sie unter Datenschutz.
stats