Trump und Wendler

Sind Skandale das wahre Geschäftsmodell der digitalen Medienökonomie?

Freitag, 08. Januar 2021
Der eine applaudiert Schlägern, der andere bekommt Applaus für seine Schlager. Donald Trump und Michael Wendler hatten noch vor kurzem relativ wenig Ähnlichkeiten. Doch sie könnten jetzt gemeinsam zum Testfall für die Zukunft der digitalen Medienökonomie werden. Ausgeschlossen aus ihren bisherigen reichweitenstarken Medienplattformen müssen sie nun beweisen, dass sie allein durch die Kraft ihrer Fan-Community ihre öffentliche Relevanz erhalten können.
Sie sind prominent auf den entgegen gesetzten Seiten des Atlantiks. Doch sie teilen diese Woche eine gemeinsame Erfahrung: Trump wurde nun erstmals ernsthaft von den sozialen Netzwerken ausgesperrt, denen er in der Vergangenheit so viel zusätzlichen Traffic beschert hat. Michael Wendler ist bei RTL jetzt endgültig zur Persona non Grata geworden. In beiden Fällen war es letztlich der Glaube an Verschwörungstheorien, der ihre Äußerungen für große Medienmarken inakzeptabel machte.

Wie lange dieses Zerwürfnis tatsächlich anhält, wird man noch sehen. Aber es ist jenseits der aktuellen Schlagzeilen auch ein sehr aufschlussreiches Experiment in Sachen Medienwirkung. Denn beide Promis konnten sich über ihre Präsenz in den klassischen Massenmedien überhaupt ihr Image und ihre öffentliche Relevanz aufbauen.

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