Stöbern ist nicht Teil des Konzepts

Wie sich das deutsche TV für kommende Zielgruppen aufstellen muss

Dienstag, 02. Juni 2020
Seit Jahren prophezeien kritische Stimmen dem linearen Fernsehen den schleichenden Tod - vor allem seit Streamingdienste wie Netflix, Amazon und seit kurzem auch Disney+ auf dem Vormarsch sind. Es gibt aber auch Experten, die der Branche Mut machen. So wie Stefanie Lüdecke. Die Geschäftsführerin von Torben, Lucie und die gelbe Gefahr (TLGG) ist der Überzeugung, dass das klassische TV alle nötigen Mechaniken kennt, den richtigen Content hat und sich auch etwas traut. In ihrem Gastbeitrag für HORIZONT Online erklärt Lüdecke, warum den Sendern für die digitale Verjüngungskur nur noch der Perspektivwechsel fehlt.
Krise sei Dank: Die seriösen Informationsangebote des klassischen Fernsehens sind in Zeiten allgemeiner Unsicherheit wieder etwas wert. Die Angebote des linearen Edutainments bringen Struktur in den Tag – vor dem Mittagessen kommt die Maus – und das TV-Entertainment hat während der Kontaktsperre wieder an Attraktivität gewonnen. Dem Havas Media Monitor teilten Ende April 41 Prozent der Befragten mit, dass sie sich über "Ablenkung im TV" freuen. Das Coronavirus sorgt mittelbar für eine gesteigerte Mediennutzung. Das kommt auch den klassischen Fernsehsendern zu Gute, selbst junge Leute schalten wieder ein.

Durchschnittsalter des Publikums um die 60

Wie nachhaltig diese gesteigerte Mediennutzung jedoch tatsächlich ist, wird sich erst zeigen. Denn klar bleibt auch in Krisenzeiten: Das deutsche Fernsehen hat ein Problem mit der Jugend.

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