Out of Home

Warum Außenwerbung so gut zu Google passt

Mittwoch, 15. August 2018
Auf welche Gattung würde man setzen, wenn man langfristig mit Werbung Geld verdienen will? Die Printauflagen werden weiter sinken, die Reichweiten von Radio und TV tendenziell ebenfalls zurückgehen. Wie sich in zehn, zwanzig Jahren für die Werbekunden schnell hohe Reichweiten einsammeln lassen, ist nicht klar. Aber ein Gewinner zeichnet sich jetzt schon ab: Außenwerbung.
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Der Zuzug in die Städte ist ungebrochen, Außenwerbung kann nicht via Adblocker ausgeblendet werden, sie ist Brand-safe und es gibt auch keinen betrügerischen Traffic. All diese Vorteile haben an Wert gewonnen und dazu geführt, dass Out-of-Home boomt.

Bei Digital Out-of-Home kommen noch weitere gute Argumente hinzu, wie Targeting und programmatische Buchbarkeit in Echtzeit. Dass Google sich dieses Feld anschaut, das gerade mobile Werbung, mit der Google mittlerweile den Großteil des Umsatzes macht, so perfekt ergänzen kann, verwundert nicht. Zudem ist Out-of-Home – im Gegensatz zu anderen Gattungen – sehr ähnlich mit dem Geschäft, das Google bei Search macht: Es dreht sich nicht um Inhalte. Man muss sich nicht um FSK-Freigaben, Drittsendezeiten und freiwillige Selbstverpflichtungen kümmern. Es geht einfach nur um Werbung.

Was allerdings verwundert, ist, dass Deutschland nach Tests in den USA und in Großbritannien einer der ersten Märkte werden könnte, in denen Google tatsächlich in Out-of-Home einsteigt. Einerseits – denn der Markt ist verteilt und schwer beweglich. Zumindest solange Google nicht einen Player wie Ströer zu übernehmen versucht. Andererseits ist es eben einer der größten Märkte mit einer fantastischen Wachstumsgeschichte in den vergangenen Jahren. Die aktuelle Ausschreibung in Berlin mag nur ein sehr kleines Stück vom OoH-Werbekuchen sein, aber es ist ein besonders hübsches, mit dem sich in anderen Regionen der Welt Appetit auf mehr solcher Angebote aus dem Hause Google machen lässt. pap




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