Lizenzverträge mit Medien

Von Googles Gnaden

Mittwoch, 01. Juli 2020
Der US-Tech-Konzern Google sucht sich aus, welche Medien er zu Partnern macht und welche nicht. Er beansprucht die Verhandlungshoheit, wofür er zahlt und auch wie viel. Fünf Verlage schließen den Deal trotzdem. Die von Google Auserwählten sind Spiegel, Zeit, FAZ, Rheinische Post und Tagesspiegel. Das alles kann man unter dem Begriff Vertragsfreiheit abbuchen, mehr aber noch eine Anmaßung nennen.
Unabhängig. Überparteilich. Auf manchen Zeitungsköpfen prangt das Versprechen noch. Das mit der Überparteilichkeit war schon immer so eine Sache. Neuerdings wird sie von manchen Journalisten sogar explizit abgelehnt. Gleichzeitig begeben sich Verlage in neue Abhängigkeiten: vom Staat und auch von Google. Dass das so sei, bestreiten sie freilich.

Die sogenannte Infrastrukturförderung für die Zustellung etwa: Das sei im Prinzip keine Subvention, sagen Verlage. Das Geld sei ja nur dazu da, um den Vertrieb von Papierabos so lange aufrechtzuerhalten, bis sich Paid Content im Internet zu einem stabilen Geschäftsmodell entwickelt hat.

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