Geplatzter Vermarktungsdeal

Was das Aus des Wunschprojektes für Funke, Burda und den Markt bedeutet

Donnerstag, 12. März 2020
Noch kein Plan B: Funke baut für die Vermarktung seiner Magazine nun hastig eine eigene Vermarktung auf, unter widrigsten Umständen. Der Deal mit Burda ist wegen Bedenken des Kartellamts geplatzt. Nicht nur für Funke und Burda ist das ein herber Schlag ins Kontor – sondern ebenso für die gesamte Verlagsbranche.
Lediglich sechs von 170 Wörtern in der Pressemitteilung deuten vage an, um was es wirklich geht: "Wir haben Respekt vor der Aufgabe", lässt sich Funke-Vermarktungschef Dirk Wiedenmann da zitieren. Ansonsten ist da von Freude die Rede, gar von "großer Begeisterung", jetzt einen eigenen "Full-Service-Vermarkter" aufzubauen, aufbauen zu müssen – doch das ist pure PR-Lyrik. Denn das Bundeskartellamt-bedingte Aus für die seit fast einem Jahr geplante und auf allen Seiten (auch von Top-Juristen) akribisch vorbereitete Mandatierung der Vermarktung der Publikumszeitschriften an Burdas Anzeigensparte BCN ist (neben allen Corona-Sorgen) geeignet, Funkes Werbegeschäft massiv zu gefährden, vor allem in diesem und im kommenen Jahr.

Was ist da passiert? Im Pressetext ist vom Kartellamt nicht einmal die Rede, ebenso wie weder Funke noch Burda jemals bestätigt haben, diesen Deal überhaupt eingehen zu wollen – obwohl spätestens seit Herbst 2019 viele von den Plänen und Gesprächen (am Ende auch mit dem Kartellamt in Bonn) wussten.

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