Fundstück

Wie Bild-Chef Julian Reichelt das christliche Abendland rettete

Mittwoch, 11. Dezember 2019
Puh, das ist gerade noch einmal gutgegangen. Man mag sich gar nicht ausdenken, was passiert wäre, hätte der Chefredakteur von Bild einfach nur „entspannte und besinnliche Feiertage und ein erfolgreiches, gesundes Jahr 2020“ gewünscht.
Erinnern Sie sich? Als die Politikerin Annette Widmann-Mauz sich vor einem Jahr erdreistet hatte, eine Weihnachtskarte zu verschicken, auf der das Wort Weihnachten fehlte, kriegte sich Bild vor Empörung tagelang nicht mehr ein. Der Vorwurf: Sie wolle vor lauter Political Correctness einen der höchsten christlichen Feiertage abschaffen, Weihnachten eben.


„Das ganze Land wünscht zurzeit ,Fröhliche Weihnachten‘ auf Karten, doch ausgerechnet die Integrationsbeauftragte kriegt das nicht hin“, wütete die Zeitung und trieb Stimmen ein, die mit ihr forderten: Zum Christentum solle man stehen, vor allem als CDU-Politikerin.

Glück gehabt, dass Bild den eigenen Faux-pas in diesem Jahr rechtzeitig erkannte. Pech, dass HORIZONT eine von mehreren tausend Karten vor dem Einstampfen retten konnte. usi 
© Bild


stats