+DSDS-Abschied mit Dieter Bohlen

RTL zwischen Vergangenheitssehnsucht und Ideenlosigkeit

Mittwoch, 13. Juli 2022
Das Lagerfeuer, vor das sich die deutschen TV-Macher gerne träumen, ist wieder ein großes Stück weiter abgebrannt. Nach 20 Jahren stellt RTL seine Traditions-Castingshow "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) ein, zu der sich gefühlt jahrzehntelang sämtliche Generationen vor dem Fernseher versammelt haben. Bei der Abschiedsstaffel darf sogar Dieter Bohlen wieder mit dabei sein, das Urgestein. Dabei täte es Sendern wie RTL gut, endlich Abschied von vergangenen Zeiten zu nehmen.

DSDS, im Jahr 2002 erstmals am TV-Bildschirm zu sehen, war für RTL über eine sehr lange Zeit eine absolute Erfolgsstory. Von Anfang an lieferte das Format, bei dem das Fernsehpublikum ihren eigenen Superstar formen und zum Erfolg führen konnte, absolute Top-Quoten. Der Unterhaltungsfaktor war immens, und die Emotionen der Zuschauenden reichten vom lustigen Fremdschämen über absolute Empörung angesichts grausamer Gesangsvorstellungen bis hin zum tränenreichen Gänsehaut-Feeling beim 100. Cover von Celine Dions "My heart will go on".


Gelenkt wurde das Spektakel auf der Bühne von einer prominent besetzten Jury, allen voran aber von Pop-Titan Dieter Bohlen. Der TV-Profi, der seinen musikalischen Sachverstand vor allem während seiner Zeit im 80er-Jahre-Duo Modern Talking -Star formte, machte die Show groß – weil er für die Lacher des Publikums sagen durfte, was er wollte, ohne Rücksicht auf Verluste.

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