Digitalisierung

Media meets Data - 5 Tipps für eine erfolgreiche Beziehung

Dienstag, 23. Juli 2019
Excel-Listen waren einmal. In Medienunternehmen wird inzwischen mit allerlei CRM-Tools hantiert. Lösungen von Salesforce, Adobe und Google spucken massenhaft Daten aus. Bloß: Was fängt man damit an - und vor allem wer? Jürgen Galler, CEO des Schweizer Softwareentwicklers 1plusX, kennt sich mit diesen Fragen aus. In seinem Gastbeitrag für HORIZONT Online gibt der ehemalige Google-Manager fünf Tipps, wie Medienunternehmen die Transformation zum Data-driven Business schaffen können.

First things first: Medienunternehmen sind keine Datenunternehmen. Datenunternehmen verdienen Geld, indem sie Daten verwalten und verarbeiten. Medienunternehmen verdienen Geld, indem sie die Aufmerksamkeit der Menschen zu gewinnen und zu halten verstehen. Gute Daten, Technologien und Data Scientists können einem Medienunternehmen nur dann helfen, wenn sie der "Raison d’être" letzterer dienen und ihnen dabei helfen, ihre Lesergruppen noch effizienter zu binden. Datenprojekte werden meist zur Unterstützung und Erreichung neuer Unternehmensziele eingesetzt, dabei wird aber häufig vernachlässigt, dass auch die bestehenden Abteilungen - Redaktion, Anzeigenverkauf, Marketing, Buchhaltung - ihr Verhalten und ihre Denkweise ändern müssen, um den größtmöglichen Nutzen aus den Daten ziehen zu können.

Datenqualität, Datentechnologie und die Rekrutierung von Data Scientists werden nach wie vor als Herausforderungen gesehen, sind aber nach einem effektiven Audit der Anforderungen und der verfügbaren Servicepartner alle bewältigbar. Dazu gehört aber unbedingt auch, dass Abteilungen und Mitarbeiter, die bisher keine Touchpoints mit der Datenwirtschaft hatten, die Vorteile verstehen und annehmen können. Dazu bedarf es kultureller Veränderungen, die gute Daten, Technologien und Data Scientists allein nicht erreichen können. Im Folgenden ein paar Tipps, wie die Transformation zum Data-driven Business gelingen kann. 

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Sie können Datenprojekte nicht (nur) an das Datenteam delegieren.

In den letzten Jahren sind wir vermehrt auf den Irrglauben gestoßen, man könne als Media Business einfach ein Team von Data Scientists einstellen, das im Alleingang die Optimierung und Monetarisierung der Daten vornimmt, während der Rest der Mitarbeiter weitermacht wie bisher.

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