Der Fall Relotius

Sagen, was gefällt

Mittwoch, 09. Januar 2019
Ein Einzelfall? Ein Fall Spiegel? Fehler im System? Kurz vor Weihnachten hat der Spiegel den Betrugsfall Relotius öffentlich gemacht, seitdem wird darüber diskutiert, wie das passieren konnte – und wie es grundsätzlich um die Qualität in den Medien bestellt ist. Die Debatte ist kontrovers. Was ist dran an den Thesen, die sich zum Teil diametral widersprechen?

1. Relotius ist ein raffinierter Fälscher mit hoher krimineller Energie. Ein Einzelfall, kein Grund, Journalisten unter Generalverdacht zu stellen.

Schön wär’s. Relotius ist genauso ein Einzelfall wie Gerd Heidemann, der dem Stern die Hitler-Tagebücher bescherte. Und wie Michael Born, der in den achtziger Jahren seine „Dokumentarfilme“ aus Kriegsgebieten für Stern TV oder Spiegel TV mit Archivaufnahmen von Explosionen anreicherte. Oder Tom Kummer, der Interviews mit Hollywood-Stars so schön erfand, dass sie angeblich sogar den Stars gefielen.

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