"Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!"

3 Gründe, warum Menderes der richtige Dschungelkönig ist

Montag, 01. Februar 2016
Die TV-Zuschauer haben entschieden: Mit 81,1 Prozent der Zuschauerstimmen wurde Menderes Bagci am Samstagabend zum neuen Dschungelkönig gewählt. Ein deutlicher Vorsprung, der beweist, wie viele Sympathiepunkte der 31-Jährige beim RTL-Publikum sammelte. Und das von Beginn an, immerhin lag Menderes in der Zuschauergunst seit dem 24. Januar vorn. Hier sind drei Gründe, weshalb er zurecht  Dschungelkönig geworden ist.

1. Authentizität

Menderes ist einfach er selbst. Über die gesamte Sendung hinweg blieb er völlig authentisch und gab sogar privateste Informationen preis: Er erzählte seinen Mitcampern und dem deutschen TV-Publikum ohne jede Hemmungen von seiner chronisch entzündlichen Darmerkrankung und von seiner Jungfräulichkeit, die er vor Thorsten Legat sogar verteidigen musste. Unvergessen seine Tränen beim Auszug von Rolf Zacher, derer er sich nicht schämte. Seit dem ersten Tag kümmerte sich der Sohn türkischer Einwanderer fast schon liebevoll um den 74-Jährigen, der scheinbar jede Hilfe auch bitter nötig hatte (Man erinnere sich an die Unterhose auf seinem Kopf).

"Ich denke, die meisten hier werden ihn auch voll vermissen", sagte er danach, blieb aber der einzige, der seinen Emotionen freien Lauf ließ. Eine Erkentnnis machte sich im Camp und an den TV-Bildschirmen breit: Hinter dem Menschen Menderes steckt viel mehr als die scheinbar bemitleidenswerte Spaßvogel-Rolle, die man von "DSDS" kennt.
„Ich fand Helena auch gar nicht schlimm. Sie hat den Leuten ins Gesicht gesagt, was sie nicht gut fand. Das kann man niemandem verbieten.“
Menderes Bagci
Auch bei seiner Krönung lässt Menderes seinen Emotionen freien Lauf
© RTL
Auch bei seiner Krönung lässt Menderes seinen Emotionen freien Lauf

2. Durchaltevermögen

Bei "Deutschland sucht den Superstar" (DSDS) hat Dauerkandidat Menderes in den vergangenen Jahren bereits eindrucksvoll seinen starken Willen unter Beweis gestellt. Im australischen Busch ist davon kaum etwas verloren gegangen. Zu insgesamt fünf Dschungelprüfungen trat Menderes (der sich übrigens gerne auch mal selbst wählte) nahezu euphorisch an, brachte sich mit seinem Schlachtruf "Come on!" in den Offensivmodus, gab stets sein Bestes und bedankte sich danach artig - wenn auch gefühlt zehnmal zu viel.

Im Tauch-Duell mit Sophia ging er als Sieger hervor, im "Dschungellabor" machte er Bekanntschaft mit zahlreichen Krabbeltieren und in der "Lotterie des Grauens" bewährte sich der vermeintliche Softie, indem er die Prüfung einfach im Alleingang absolvierte, weil es Nathalie vor lauter Kakerlaken scheinbar die Sprache verschlug. Dass er mit seinen Fingern nachzählen musste, wie viele Buchstaben das Alphabet hat oder den Zungenbrecher "Fischers Fritz" nicht kannte, sei verziehen. Ohne Gejammer sicherte er der Gruppe dennoch vier Sterne.

3. Konfliktverhalten

Die Dschungelcamp-Bewohner waren wohl noch nie so streitlustig wie in diesem Jahr. Kaum jemand, der kein schlechtes Wort über jemand anderen verlor, sei es mit voller Lautstärke vor allen anderen oder Nachts am Lagerfeuer flüsternd unter vier Augen. Und was macht ein Menderes, wenn sich Wort-Akrobat Thorsten Legat und "Höllena" Fürst in die Haare kriegen? Richtig, er macht den Dschungel sauber. Jeden Teller, jede Gabel, jedes Messer schleppte er zum Teich, wienerte es blitzblank und war danach stolz wie Oskar. "Weltprägend!", wie Legat sagen würde. Später wurde den Streithähnen das schlechte Karma bekanntlich zum Verhängnis. Zurückhaltung gewinnt!

Der Gentleman Menderes konnte in der gestrigen Wiedersehens-Show dann sogar einer Unsympathin wie Helena noch etwas Gutes abgewinnen: "Ich fand Helena auch gar nicht schlimm. Sie hat den Leuten ins Gesicht gesagt, was sie nicht gut fand. Das kann man niemandem verbieten." Es ist wohl diese charakterliche Größe, die ihm zum Sieg verholfen hat.


stats