"Ich bin ein Star - holt mich hier raus!"

10 kuriose Fakten zum RTL-Dschungelcamp

Daniel Hartwich und Sonja Zietlow moderieren auch die 11. Ausgabe des Dschungelcamps bei RTL
© RTL / Stefan Gregorowius
Daniel Hartwich und Sonja Zietlow moderieren auch die 11. Ausgabe des Dschungelcamps bei RTL
Am kommenden Freitag ist es endlich wieder soweit: Dann beginnt die zwölfte Ausgabe von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" bei RTL. HORIZONT Online blickt an dieser Stelle noch einmal zurück auf die ersten Staffeln und präsentiert zehn mehr oder weniger kuriose Fakten rund um das Dschungelcamp.

1.

Teurer Werbedschungel

Anfangs taten sich die Werbungtreibenden beim als "Ekel-TV" verschrienen Dschungelcamp noch schwer - heute ist das Format für RTL eines der wichtigsten überhaupt. Das zeigt auch die Entwicklung der Preise, die Vermarkter IP Deutschland für einen 30-sekündigen Spot aufruft: Bei der ersten Staffel 2004 gab es den Werbeplatz je nach Platzierung schon für 10.880 bis 32.400 Euro brutto, in der vergangenen elften Staffel mussten die Werbungtreibenden mindestens 78.300 Euro hinlegen. In diesem Jahr wird es ein wenig günstiger: Ein 30-Sekünder kostet zwischen 56.000 und 94.470 Euro brutto.



2.

Wo liegt eigentlich das Dschungelcamp?

Immer wieder gab es in den vergangenen Jahren Gerüchte, wonach die Sendung gar nicht im australischen Dschungel, sondern in einem deutschen TV-Studio gedreht und produziert würde. Tatsächlich soll das Set von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" nicht gerade im tiefsten Urwald, sondern nur wenige Kilometer von dem 8000-Einwohner-Städtchen Murwillumbah nahe der Gold Coast an der Ostküste Australiens liegen. Die Metropole Brisbane ist rund 100 Kilometer entfernt. Das Camp, in das die Teilnehmer des Formats ziehen, liegt in dem Örtchen Dungay (siehe Video) nahe dem Springbrook National Park. Das Grundstück befindet sich in Privatbesitz und wird für die Zeit der Produktion von RTL angemietet. Gerüchte aus dem Herbst 2016, wonach der Eigentümer es künftig nicht mehr an TV-Sender vermieten wolle, wurden von RTL dementiert.



3.

Kultfigur Dr. Bob

Dr. Bob ist seit der ersten Staffel beim RTL-Dschungelcamp dabei
© RTL / Stefan Menne
Dr. Bob ist seit der ersten Staffel beim RTL-Dschungelcamp dabei
Er ist einer der Lieblinge der Dschungelcamp-Fans: Der 67-jährige Robert McCarron, besser bekannt als Dr. Bob. Seit der ersten Staffel ist er als medizinischer Berater so etwas wie der Glücksbringer der Kandidaten in den Dschungelprüfungen und klärt sie im Vorfeld darüber auf, wie sie sich bei den Begegnungen mit Krokodilen, Schlangen, Spinnen und Co. zu verhalten haben. Dr. Bob ist im echten Leben zwar kein Arzt, dafür aber ausgebildeter Sanitäter. Fun Fact: Vor seiner Zeit bei "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" arbeitete der gläubige Buddhist als Maskenbildner und Special-Effects-Make-up-Artist - und betreute die Schauspieler in großen Hollywood-Produktionen wie "Das Piano" und "Matrix".



4.

Publikumsmagnet "IBES"

Im Staffelschnitt erreichte das RTL-Dschungelcamp im vergangenen Jahr sehr gute 6,73 Millionen Zuschauer, was einem Marktanteil von 28,5 Prozent beim Gesamtpublikum entspricht. In der RTL-eigenen Zielgruppe der 14- bis 59-Jährigen reichten 5,1 Millionen Zuschauer für 36,3 Prozent Marktanteil. Damit lag die 11. Staffel in beiden Zuschauergruppen knapp unter der Vorjahresausgabe (2016).

Keine Staffel "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" ohne Fischaugen, die bei einer Dschungelprüfung auf den Tisch kommen
© RTL
Keine Staffel "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" ohne Fischaugen, die bei einer Dschungelprüfung auf den Tisch kommen


5.

Insekten-Wahnsinn

Laut offiziellen Angaben des britischen Pendants "I'm A Celebrity... Get Me Out Of Here!" kommen in einer Staffel etwa 3,92 Millionen Insekten zum Einsatz. Demnach werden bei den Dschungelprüfungen rund 2,5 Millionen Mehlwürmer, 250.000 Kakerlaken, 153.000 Grillen, 500 Ratten, 400 Spinnen und 30 Schlangen auf die bemitleidenswerten Kandidaten losgelassen.



6.

Die Tagesrationen der Z-Promis

Bis auf einen privaten Gegenstand (zum Beispiel Kissen, Talismann), den die Teilnehmer vor dem Start der Show selbst bestimmen können, ist im Camp keinerlei Luxus erlaubt. Jedem Kandidaten steht eine Tagesration an Reis und Bohnen zur Verfügung, zusätzliche Lebensmittel wie Fleisch und Gemüse müssen über die täglichen Dschungelprüfungen erspielt werden. Raucher bekommen pro Tag fünf Zigaretten. Es gibt keinen Kontakt zur Außenwelt, die Campbewohner sind als Gruppe auf sich allein gestellt. Die Z-Promis müssen selbst Wasser zum Waschen und Kochen abfüllen und die Toilette leeren und reinigen.

Fast vier Millionen Insekten kommen Berichten zufolge pro Staffel zum Einsatz
© RTL
Fast vier Millionen Insekten kommen Berichten zufolge pro Staffel zum Einsatz


7.

Nastassja Kinski: Erst rein- und dann wieder rauswollen

Im Laufe der ersten zehn Staffeln haben schon einige Kandidaten mithilfe des laut ausgesprochenen Mottos "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" das Dschungelcamp vorzeitig verlassen, weil sie die Strapazen, die Zickereien oder das spartanische Essen nicht mehr ausgehalten haben. Vor der letzten Staffel gab es allerdings ein Novum: Mit Schauspielerin Nastassja Kinski sagte erstmals eine Kandidatin bereits vor der Abreise nach Australien ihre Teilnahme ab. Der angebliche Grund: Ein Freund hat die Tochter von Klaus Kinski wenige Tage zuvor darüber aufgeklärt, welche Prüfungen im Dschungel auf sie warten. Kann man eigentlich auch vorher wissen.



8.

Der Wendler: Erst raus- und dann wieder reinwollen

Auch Schlagerstar Michael Wendler rief 2014 den berühmten Satz: "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus". Doch als erster und bislang einziger machte der Wendler in der achten Staffel die Kehrtwende und warb in den Tagen nach seinem freiwilligen Ausstieg heftig darum, wieder ins Camp zu dürfen. RTL ignorierte das Flehen.

9.

Ex-Pärchen im Camp

Mit Ex-"Germany's Next Topmodel"-Kandidatin Gina-Lisa Lohfink und Boyband-Sänger Marc Terenzi traf 2017 erstmals ein Ex-Pärchen im Camp aufeinander. Obwohl die Zuschauer im Vorfeld viel Zündstoff witterten, vertrugen sich die beiden C-Promis im Dschungel bestens. Zum Liebescomeback kam es jedoch nicht.



10.

Und das kostet der ganze Spaß

Nicht nur die Kandidaten bekommen von RTL üppige Gagen für ihre Teilnahme am Dschungelcamp - auch die Produktionskosten vor Ort können sich sehen lassen: 2013 erstellte die australische Wirtschaftsberatungsagentur Location IQ im Auftrag der Produktionsfirma Granada Television einen Bericht über das ökonomische Ausmaß des britischen und deutschen Dschungelcamps, den Focus Online veröffentlicht hat. Demnach hat die siebte Staffel von "Ich bin ein Star - Holt mich hier raus!" Produktionskosten von rund 1,7 Millionen Euro verursacht. Dabei machen allein die Gehälter der seinerzeit 235 Mitarbeiter allein 1,52 Millionen Euro aus.

Zusammengestellt von Tim Theobald (mit dpa-Material)


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