"Politics. Tamed"

Wieso The Times das britische Unterhaus in einen Zoo verwandelt

"We live in wild times" heißt es auf dem Anzeigenmotiv zur Times-Kampagne
© The Times
"We live in wild times" heißt es auf dem Anzeigenmotiv zur Times-Kampagne
Der Brexit-Wahnsinn bestimmt die internationalen Schlagzeilen seit Monaten - vor allem natürlich in Großbritannien selbst. Besonders konfus geht es im Unterhaus des Parlaments zu, wo sich Abgeordnete im Zuge der Brexit-Verhandlungen in schöner Regelmäßigkeit in die Haare kriegen. Die Tageszeitung The Times nimmt dies jetzt zum Anlass für eine witzige Werbekampagne - und verwandelt die britischen Politiker kurzerhand in Tiere.
Es sind wilde Zeiten im britischen Unterhaus - und aus der Ferne wünscht man so manchem Politiker in UK ein zahmeres Auftreten. Das denkt sich offenbar auch die Tageszeitung The Times und legt gemeinsam mit der Inhouse-Agentur Pulse Creative jetzt einen ironischen Werbefilm vor, in dem die britischen Politiker kurzerhand in wilde Tiere verwandelt werden. Ob laut quakende Papageien, hysterische Hyänen, bellende Hunde oder sich stetig veränderne Chamäleons - sie alle sorgen auf ihre eigen Art für ziemliches Chaos im "Westminster Zoo".


Wer kann da Ordnung ins Parlament bringen? Die Antwort liefert das Traditionsblatt mit dem Auftritt von Löwe und Einhorn am Ende des stark produzierten Films. Denn als diese beiden Tiere das Unterhaus betreten, herrscht auf einmal Ruhe. Nicht zufällig sind Löwe und Einhorn die Wappentiere der Times und Sunday Times. Die Metaphorik hinter der Geschichte: Einem unabhängigen Leitmedium wie der Times obliegt in politisch unruhigen Zeiten die Aufgabe, den Durchblick zu bewahren, seriös und informativ über die Brexit-Verhandlungen zu berichten - und die Politiker so zu zähmen.

Bei der Times-Inhouse-Agentur Pulse Creative zeichnen Robin Garton (Executive Creative Director), Paul Alderman, Andy Peel (Creatives), Oliver Egan, Andrew Nicholls (Strategists) und Sarah Wood (Business Director) verantwortlich. Produziert wurde der Spot von Framestore, Regie führte Will Bartletttt
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