New York Times

So spannend setzt Droga 5 die "Truth"-Kampagne fort

Die Geschichte von Hannah Beech erschien im August 2018 in der New York Times
© NY Times / Youtube
Die Geschichte von Hannah Beech erschien im August 2018 in der New York Times
Mit der vor zwei Jahren gestarteten Kampagne "The Truth Is Worth It" trafen The New York Times und Droga 5 in Zeiten von Donald Trump, Fake News und gesellschaftspolitischen Unruhen den Nerv der globalisierten Medienwelt. Jetzt beweist das Duo mit einem neuen Film, dass die Kampagne noch immer nichts von ihrer Relevanz und Aktualität eingebüßt hat.
"Resolve" heißt der neue Zweiminüter, der der bekannten, fragmenthaften Mechanik der "Truth"-Kampagne folgt. Wieder legt Droga 5 thematisch den Fokus auf den außerordentlichen Mut, den viele Reporter bei ihren Geschichten aufbringen müssen, um der Wahrheit hinter einer Geschichte auf die Schliche zu kommen. Dazu erzählt die NY Times mithilfe von stichpunktartigen Tastaturanschlägen von den Recherchen einer Journalistin in Myanmar, wo die Regierung Informationen über den Genozid an dem Volk der Rohingya zurückhält. Der NY-Times-Reporterin Hannah Beech gelang es durchs Vortäuschen einer Krankheit, sich von ihrer Reisegruppe zu entfernen und Flüchtlinge zu interviewen. Die erzählten zwar alle nur die Version der Regierung nach, doch ein Gespräch mit deren Kindern brachte die Wahrheit und Geschichten über ausgerottete Dörfer, Mord und Vergewaltigungen doch noch ans Tageslicht. Am Ende des Clips steht der Verweis auf die im vergangenen Sommer erschienene Reportage Beechs.


Kunde und Agentur schaffen es auch mit dem jüngsten Film, das Kampagnen-Credo "The Truth Is Worth It" mit Leben zu füllen. Dabei funktioniert "Resolve" mit seinen schnellen Schnitten und den fragmenthaften Bildausschnitten aus Myanmar, die sich ganz am Ende zur stimmigen Story zusammenfügen, wie ein spannender Kurzfilm. Neben seinem Unterhaltungsfaktor unterstreicht die NY Times aber auch einmal mehr den Anspruch, den das traditionsreiche Blatt an guten Journalismus im Allgemeinen und seine Reporter im Speziellen stellt - eine Botschaft, die man hierzulande nach dem Spiegel-Skandal um Claas Relotius mit besonders gespitzten Ohren zur Kenntnis nehmen wird.

Bei Droga 5 in New York zeichnen David Droga (CCO), Tim Gordon (Executive Creative Director), Laurie Howell, Toby Treyer-Evans (Creative Directors), Chase Kimball (Copywriter), Ben Brown (Junior Copywriter), Jackie Moran (Junior Art Director), Nate Moore (Design Director), Eli Hochberg (Designer), Sally-Ann Dale (Chief Creation Officer) sowie Jesse Brihn (Director of Film Production) federführend verantwortlich. tt
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