Marken-Neuausrichtung bei Media-Markt

Ein Transformationsversuch zwischen Opel und DM

Dienstag, 15. Dezember 2020
"Hauptsache ihr habt Spaß" war gestern, "Hier geht's um mich" ist die Zukunft: Mit neuem Claim und neuer Ausrichtung startete Media-Markt vergangene Woche seine Weihnachtskampagne, die nicht weniger sein soll als der Startschuss in eine neue Ära der Marke. In seiner Talking-Heads-Kolumne analysiert Branding-Experte Michael Brandtner den neuen Media-Markt-Auftritt im Vergleich zu anderen Repositionierungsversuchen großer Marken und erklärt, warum die neue Werbestrategie die wahren Probleme des Elektronikhändlers und seines Mutterkonzerns Ceconomy nur bedingt lösen kann.
Mit dem neuen Weihnachtsspot startet Media-Markt eine neue Ära der Marke. Es gehe dabei um mehr als nur einen Spot, es gehe um die Transformation, Neupositionierung und Neuausrichtung der Marke. So wird relativ langatmig zum Lied "What a wonderful world" eine Geschichte rund um Weihnachten, rund um Geschenke und rund um ein rotes M von Media-Markt erzählt. Der Slogan dazu lautet: Hier geht’s um mich. Zudem möchte Media-Markt somit auch eine Lovebrand werden.

Umlernen ist schwerer als lernen

Wenn man sich die meisten sogenannten Repositionierungskampagnen ansieht, dürfte das Ganze auf alle Fälle in der Theorie ganz einfach sein. #PAYWALL Man braucht nur den einen emotionalen Spot als Kampagnenauftakt, der alles ändert, und schon denken die Kunden neu über die Marke. So wird dann aus einer Marke, die gestern noch für "Ich bin doch nicht blöd" stand, über Nacht oder besser über Weihnachten zur Lovebrand.
Media-Markt "Hier geht's um mich" 2020
© Ceconomy
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