Die Neuerfindung der CSR

Die transformative Kraft von Corporate Cross-Responsibility

Montag, 20. Juli 2020
Heute dominiert Corona unser Denken. Bald kommt die ungleich dramatischere Klimakrise zurück, später vielleicht die Krise des Kapitalismus auf Entzug von der Wachstumsdroge. Über all dem steht das Meta-Thema: Verantwortung für unternehmerisches Handeln! Peter John Mahrenholz erklärt in seiner Talking-Heads-Kolumne, warum CSR zwar die institutionalisierte Ausdrucksform dieser Verantwortung, aber heute gleichzeitig auch nur eine eigentümliche Randfigur im Corporate Game ist.

1. CSR WIRD NICHT WIRKSAM

1987 kam der Brundtlandt-Bericht der UN zum Thema Nachhaltigkeit, 2001 hat Brüssel das erste EU Grünbuch zur sozialen Verantwortung der Unternehmen veröffentlicht und erstmals für das Geschäftsjahr 2017 galt für kapitalmarktorientierte Unternehmen die Verpflichtung, einen CSR-Report zu veröffentlichen. Dieses jährliche Ritual hat aber keinen Rückenwind gegeben, hat eher die Isolation der CSR zementiert, sie von Identität, Geschäftsmodell und Organisation ihrer Unternehmen ferngehalten. Und sie hat, deshalb, auch keine neue Qualität unternehmerischen Handelns bewirkt. Manipulationen an Motoren hat sie nicht verhindert, das Plastik-Problem nicht gelöst, Cum-Ex nicht verhindert und das Gift nicht aus der Landwirtschaft geholt – jeder mag sein Lieblingsbeispiel ergänzen.

Kommunikation als Schwerpunkt

Das Wirkungsdefizit demotiviert oft die Mitarbeiter in den CSR-Abteilungen, deren zu geringe Personalausstattung die Arbeit fast zwangsläufig auf zwei Kernbereiche limitieren muss. Erstens: Kommunikation.

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