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Zalando bekommt es mit den Datenschützern zu tun
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Berliner Datenschützer prüfen Mitarbeiter-Software von Zalando

Zalando bekommt es mit den Datenschützern zu tun
Nach dem Vorwurf, Zalando überwache seine Mitarbeiter, befassen sich nun auch die Datenschützer mit dem Thema. Die Software des Modehändlers, mit der sich Mitarbeiter gegenseitig beurteilen können, wird nun von der Berliner Datenschutzbehörde geprüft. Nach einem kritischen Bericht der "Süddeutschen Zeitung" hat das Unternehmen die Behörde nach eigenen Angaben selbst auf das Zonar genannte Programm hingewiesen.
von HORIZONT Online / dpa Dienstag, 26. November 2019
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In der vorigen Woche hatte die Gewerkschaft Verdi die Software öffentlich als "arbeitnehmerfeindlich" und datenschutzrechtlich problematisch kritisiert. Zonar belaste das Betriebsklima und führe dazu, dass Leistung permanent kontrolliert und Löhne willkürlich festgelegt würden, hieß es.



Bei der Kritik berief sich Verdi auf eine Untersuchung  der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung. Zalando wies die dort präsentierten Ergebnisse zurück. Die Studie sei nicht repräsentativ und enthalte Fehler. Nach Unternehmensangaben nutzen 5000 der 14.000 Beschäftigten Zonar. Datenschutzrechtliche Anforderungen würden dabei eingehalten. Zonar entspreche den gesetzlichen Anforderungen gemäß der Datenschutzgrundverordnung (DSGVO).

Bei Zonar handele es sich um eine Form des sogenannten 360-Grad-Feedbacks, bei dem über eine Software zur Beurteilung von Mitarbeitern auch Stimmen der Kollegen eingeholt würden. Dies sei in vielen Branchen und Unternehmen ein längst übliches Vorgehen, um etwa über Beförderungen zu entscheiden, sagte eine Sprecherin.


Bei der Prüfung der Software stehe die Datenschutzbehörde ganz am Anfang, sagte ein Sprecher auf Anfrage. Es müsse noch entschieden werden, ob sich Mitarbeiter auch vor Ort ein eigenes Bild machen werden. Sollten die Berliner Datenschützer zu dem Schluss kommen, dass das Programm nicht den gesetzlichen Vorgaben entspricht, können sie den Einsatz verbieten. Wie lange die Untersuchung andauern wird, war zunächst offen. dpa

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