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Volkswagen will seinen Mediapitch jetzt im 2. Quartal 2023 starten
Imago / Photo2000
Eklat um One-Love-Binde

Volkswagen hält an DFB-Sponsoring fest - und kritisiert die Fifa

Volkswagen will seinen Mediapitch jetzt im 2. Quartal 2023 starten
Der Autokonzern Volkswagen will an seinem Sponsoring des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) festhalten und hat in der Debatte um die "One Love"-Binde Kritik am Weltverband FIFA geübt. "Wir beabsichtigen nicht, unser Sponsoring zu beenden", erklärte das Unternehmen mit Sitz in Wolfsburg am Dienstag auf Anfrage.
von HORIZONT Online / dpa Dienstag, 22. November 2022
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"Es gab beim DFB in den letzten Monaten viele gute Entwicklungen. Und wir wollen auch zukünftig mit dem DFB gemeinsam an positiven Veränderungen im Fußball insgesamt arbeiten." VW betonte, die Partnerschaft mit dem DFB umfasse neben der Nationalmannschaft der Männer auch die der Frauen sowie den Jugend- und Amateurfußball.

Das Verhalten der FIFA, die angekündigt hatte, das Tragen der "One Love"-Kapitänsbinde bei der WM in Katar zu sanktionieren, bezeichnete VW indes als "nicht akzeptabel". Volkswagen hätte es begrüßt, wenn die europäischen Verbände ein solches Zeichen für Vielfalt bei diesem Turnier gesetzt hätten, hieß es in dem Statement: "Die Diskussionen und Reaktionen zeigen, dass sich im Weltfußball dringend etwas Grundsätzliches ändern muss."
Manuel Neuer One Love Binde
© IMAGO / Ulmer/Teamfoto
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Rewe beendet DFB-Sponsoring mit sofortiger Wirkung

Die Posse um das Verbot der "One-Love"-Kapitänsbinde durch die Fifa beherrscht seit Montagmittag die Schlagzeilen. Während der DFB wie andere nationale Verbände eingeknickt ist und Nationalmannschaftskapitän Manuel Neuer beim WM-Spiel gegen Japan nicht mit der Binde auflaufen lässt, zieht jetzt der erste Sponsor Konsequenzen: Rewe beendet aufgrund der Fifa-Entscheidung seine Kooperation mit dem DFB vorzeitig.

Volkswagen erinnerte zudem daran, dass der zum Konzern gehörende Bundesligaverein VfL Wolfsburg der erste Proficlub in Deutschland gewesen sei, bei dem von 2017 an die Spielführerinnen und Spielführer mit Regenbogenbinden aufgelaufen sind.

Derweil hat auch DFB-Ausrüster und Fifa-Sponsor Adidas ein offizieller Statement zur Causa abgegeben: "Wir sind davon überzeugt, dass Sport offen für alle sein muss. Wir unterstützen unsere Spieler*innen und Teams, wenn sie sich für positiven Wandel einsetzen. Sport bietet wichtigen Themen eine Bühne. Es ist unerlässlich, die Diskussion fortzuführen", so Unternehmenssprecher Oliver Brüggen. Direkte Konsequenzen zieht der Sportartikler allerdings ebenfalls nicht.

Dagegen hat Rewe am Dienstagmittag seine Partnerschaft mit dem DFB vorzeitig und mit sofortiger Wirkung beendet. So wolle sich der Lebensmitteleinzelhändler in aller Deutlichkeit von der Haltung des Fußball-Weltverbands Fifa und den Äußerungen von dessen Präsident Gianni Infantino distanzieren, heißt es von dem Unternehmen aus Köln. tt/dpa
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