#WirliebenMittelstand

Facebook will Kleinunternehmen bei der Digitalisierung unter die Arme greifen

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Der Mittelstand soll digitaler werden
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Der Mittelstand soll digitaler werden
Momentan hat Facebook alle Hände voll damit zu tun, die Auswirkungen der #StopHateForProfit-Kampagne in Grenzen zu halten. Gleichzeitig geht das Unternehmen weiter auf gewerbliche Nutzer zu. Die neueste Maßnahme von Facebook dabei nennt sich #WirliebenMittelstand und soll kleinen und mittleren Unternehmen dabei helfen, digitaler zu werden.
Die Notwendigkeit, die Digitalisierung weiter voranzutreiben, ergibt sich angesichts der vergangenen vier Monate praktisch von selbst. Während des Lockdowns waren Unternehmen praktisch gezwungen, digitale Kommunikations- und Vertriebswege zu nutzen, um die durch Ladenschließungen bedingten Umsatzausfälle wenigstens teilweise aufzufangen.

Dass dies einigen Kleinunternehmen auch ganz gut gelungen ist, untermauert Facebook anhand von Zahlen aus der Studie "Future of Business Survey", die Facebook vor drei Jahren gemeinsam mit der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) und der Weltbank aufgesetzt hat.

Dabei erklärte Drittel der befragten deutschen Unternehmen, dass sie mindestens 25 Prozent ihrer Einnahmen über digitale Kanäle generieren konnten. Die weniger positive Nachricht: Im europäischen Vergleich hinkt Deutschland damit teilweise ganz schön hinterher. In Frankreich etwa haben laut Facebook 43 Prozent der Unternehmen mindestens ein Viertel ihres Umsatz über digitale Kanäle erzielt, in Großbritannien sogar mehr als die Hälfte (56 Prozent). Facebook will nun dabei helfen, den deutschen Mittelstand noch digitaler zu machen. Im Fokus stehen dabei zunächst Branchen, die von der Corona-Krise besonders schwer getroffen wurden: Tourismus, Gastronomie und Einzelhandel. Unternehmen aus diesen Bereichen will Facebook mit branchenspezifischen Trainings digitale Strategien näherbringen. Bis Ende des Jahres will das Social Network auf diese Weise 10.000 Unternehmerinnen und Unternehmer in Deutschland digital fit machen.

Das Angebot fußt auf drei Säulen. Erstens: Branchenspezifische virtuelle Trainings á 30 bis 45 Minuten, bei denen verschiedene Vertreter aus Politik und der angesprochenen Branche bei der Entwicklung einer nachhaltigen Digitalisierungsstrategie helfen. Die Veranstaltungen werden auf der Seite Facebook Politik und Gesellschaft ausgestrahlt.

Den Auftakt hierbei macht am 10. Juli ein Event für die Tourismusbranche - passend zu Ferienstart. Durchgeführt wird das Seminar gemeinsam mit dem Branchenverband des Deutschen Hotel- und Gaststättengewerbes (DEHOGA) und der Bundestagsabgeordneten Kerstin Vieregge (CDU), die Mitglied im Tourismus-Ausschuss des Bundestags ist.
Facebook startet die KMU-Initiative mit einem Webinar für die Tourismus-Branche
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Zweitens: Individuelle Coachings für Kleinunternehmen. Hierbei geben Facebook-Expertinnen und -Experten Tipps und gehen auf die spezifischen Probleme der Teilnehmer ein. Die Coachings werden ab dem 14. Juli immer dienstags um 10 Uhr ebenfalls auf der Facebook Politik und Gesellschaft Seite ausgestrahlt.

Drittens: Facebook nimmt Fördergelder in Höhe von 100 Millionen US-Dollar in die Hand, um mehr als 30.000 kleine und mittelständische Unternehmen in 30 Ländern zu unterstützen. Das soll Unternehmerinnen und Unternehmer dabei helfen, ihre laufenden Kosten zu decken und die Auswirkungen der Corona-Krise abzumildern.

Kleine und mittlere Unternehmen stehen schon seit langem im Fokus von Facebook. Denn sie machen nicht nur einen Großteil der 160 Millionen auf Facebook, Instagram, bei Whatsapp und im Messenger aktiven Unternehmen aus. Sie sind auch treue Werbekunden. ire
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