+Werbeumfeld Fußball-WM

Wieso Marken während der WM auf das Motto "Augen zu und durch" setzen

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Der gesellschaftliche Druck, die Fußball-WM zu boykottieren, kommt zu spät, um Marken zu beeinflussen
© Imago / frontalvision.com
Der gesellschaftliche Druck, die Fußball-WM zu boykottieren, kommt zu spät, um Marken zu beeinflussen
In den Medien häufen sich die kritischen Berichte über das Fußball-WM-Ausrichterland Katar, in den Stadien rufen Fans zum Boykott des Turniers auf. Doch der Druck kommt zu spät und fällt zu schwach aus, als dass er Sponsoren und Werbungtreibenden große Angst vor Imageverlust bereiten könnte.

Noch wenige Tage, dann wird mit der Partie Katar gegen Ecuador das erste Spiel der wohl umstrittensten Fußball-Weltmeisterschaft angepfiffen, die es bislang gab. Vorwürfe stehen im Raum, allen voran Menschenrechtsverletzungen: Wie viele Wanderarbeiter starben, um in einem Land, kleiner als Schleswig-Holstein, acht Stadien neu oder umzubauen? Unter welchen Bedingungen leben sie in dem Emirat? Hat das Land die Austragung für diese WM aufgrund von Korruption erhalten? Wie steht es um die Rechte von Frauen? Oder von Homosexuellen, denen ein Katar-Botschafter erst kürzlich einen "geistigen Schaden" attestierte?


Während diese Fragen wenigstens in den vergangenen zwei Wochen medial lauter und Aufrufe zum Boykott häufiger werden, nimmt das WM-Thema in deutschen TV-Werbeblöcken sichtbar Fahrt auf: Media-Markt bewirbt mit Begriffen wie "WM-Fieber" wie üblich zu großen Sportevents sein Geräte-Sortiment; Lufthansa verkündet mit südlich-orientalisch angehauchter Optik, dass Fußball (und Diversität) verbindet;

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