Weimer, Höttges, Brudermüller

Das sind die deutschen CEOs mit dem besten Image

Theodor Weimer ist die Nummer 1
© Deutsche Börse
Theodor Weimer ist die Nummer 1
In den letzten zwei Jahren war Kasper Rorsted die unumstrittene Nummer Eins. Im aktuellen CEO-Image-Ranking von Unicepta muss der Adidas-Chef allerdings Federn lassen. Gleich drei Manager ziehen in der Rangliste an Rorsted vorbei. Auch auf den weiteren Plätzen des Top-10-Rankings gibt es viel Bewegung. 

Für sein aktuelles CEO-Ranking hat Unicepta rund 9.100 Beiträge ausgewertet, die von Januar bis März 2019 in deutschen Leitmedien sowie der New York Times, dem Wall Street Journal und dem Economist erschienen sind. Das Ergebnis ist vor allem für Theodor Weimer ein Ritterschlag. Der Chef der Deutschen Börse, der bereits im vorigen Jahr auf einem guten zweiten Platz lag, hat inzwischen das beste Image aller DAX-30-CEOs. Unicepta, das für seine Rangliste kontinuierlich die mediale Präsenz aller DAX-Konzerne und ihrer CEOs sowie die Tonalität der Medien-Berichterstattung auswertet, begründet dies unter anderem mit der positiven Unternehmensbilanz, die der Deutschen Börse im Frühjahr reichlich positive Schlagzeilen beschert hat. So berichtete etwa das Handelsblatt, dass die Deutsche Börse unter Theodor Weimer ihren Überschuss kräftig ausgebaut hat. Ähnlich positiv wurde die strategische Ausrichtung des Konzerns besprochen.



Das sind die Top 10
© Unicepta
Das sind die Top 10
Ähnlich wird der Aufstieg von Timotheus Höttges begründet. Der Telekom-Chef, der es 2018 gerade noch so unter die Top 10 schaffte, hat im 1. Quartal 2019 laut Unicepta medial sehr von der starken Entwicklung der Telekom profitiert. Vor allem die wirtschaftlichen Erfolge in Europa und den USA hätten sich in einer positiven Berichterstattung niedergeschlagen, heißt es. Auch hier wird wieder das Handelsblatt als Kronzeuge herangezogen. Höttges habe "den Dax-Konzern zur höchstbewerteten Telekomfirma Europas" ausgebaut, schrieb der Holtzbrinck-Titel. Dass Höttges von Rang 10 auf Rang 2 springt, wird auch mit seinen klaren Aussagen zu Großprojekten wie dem 5G-Ausbau und dem Versprechen auf hohe Dividenden begründet.

Ebenfalls deutlich verbessern kann sich Martin Brudermüller. Dass der BASF-Chef fünf Plätze gutmacht und Rang 3 erobert, liegt laut Unicepta an der strategischen Neuausrichtung des Konzerns sowie den geplanten Investitionen in Asien. Auch die  Bodenständigkeit Brudermüllers komme gut an. "Chemiker Brudermüller mischt sich dagegen auch schon mal in der Kantine unters BASF-Volk", schrieb etwa die Wirtschaftswoche. 


Bewegung gibt es aber nicht nur auf den Top-Platzierungen. Fünf Manager sind neu in den Top 10. Beiersdorf-Chef Stefan de Loecker (Rang 6) und Linde-Boss Steve Angel (Rang 10) werden erstmals im Ranking geführt. Infineon-CEO Reinhard Ploss (Rang 5), E.ON-Chef Johannes Teyssen (Rang 7) und Allianz-CEO Oliver Bäte (Rang 8) haben sich deutlich verbessert. Dem Halbleiterhersteller Infineon attestieren die Medien, sich unter Ploss zu einem kerngesunden Unternehmen entwickelt zu haben. Wenn es um die Perspektiven von Infineon gehe, sprühe Reinhard Ploss über vor Begeisterung, schrieb die Börsen-Zeitung. E.ON-Chef Johannes Teyssen kann vor allem von der Innogy-Übernahme profitieren. Und Allianz-Chef Oliver Bäte erntet in den Medien vor allem die Früchte des bereits 2015 vorgestellten Strategieprogramms. Kein Investor könne "dem selbstbewussten Schnelldenker und -Sprecher an der Spitze von Europas größtem Versicherer vorwerfen, dass er nicht geliefert habe", heißt es im Handelsblatt. mas

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