Weihnachtsvideo

Wie ein Fraport-Techniker Weihnachten rettete

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Mechaniker oder "Santas kleiner Helfer"?
© Fraport / Youtube
Mechaniker oder "Santas kleiner Helfer"?
Bei dem Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport ist es inzwischen beinahe Tradition, am Ende des Jahres eine weihnachtliche Grußbotschaft an Kunden und Belegschaft auszusenden. Vor wenigen Tagen ist das nunmehr vierte Fraport-Weihnachtsvideo online gegangen - und wurde so häufig angeschaut wie noch keines zuvor.
Deutlich über eine halbe Million Views auf Youtube und fast 800.000 Aufrufe auf Facebook hat der Film bislang. In dem Zweiminüter wird ein Techniker eilig zu einer Vorfeldposition im Frachtbereich gerufen: eine Maschine vom Nordpol sei gelandet und brauche technische Hilfe. Und würde der Mann in der gelben Weste nicht etwas von seinem Job verstehen, müsste Weihnachten in diesem Jahr wohl ausfallen.
Die aufwendig und überzeugend inszenierte Geschichte (Produktion: Dropout Films, Mainz) kommt beim Publikum offenbar gut an. Auf Youtube haben die Nutzer mehr als 100 Mal auf "Daumen hoch" geklickt, bei Facebook gibt es bislang genau eine negative Reaktion.

Die enorme Reichweite dürfte aber auch über die Verbreitungsmechanik zustande kommen. So streut Fraport das Video sowohl organisch als auch bezahlt in sozialen Netzwerken. Außerdem können Mitarbeiter des Unternehmens es als Grußbotschaft via E-Mail an Kunden versenden. Bei über 20.000 Angestellten in Frankfurt kann dabei natürlich ein ordentlicher Schneeballeffekt zustande kommen.

Fraport hat sich in der Vergangenheit mehrfach als kreativer Werbungtreibender gezeigt, etwa bei einer spektakulären Viral-Kampagne oder als Partner von Eintracht Frankfurt. Seine Werbeaktivitäten lässt sich das Unternehmen durchaus etwas kosten: Laut Nielsen gab Fraport im laufenden Jahr bislang rund 1,3 Millionen Euro brutto für Werbung aus. Das meiste Budget floss dabei in Zeitungen und Hörfunk. ire
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