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Die Trends gehen zu mehr Nachhaltigkeit und Erlebnisgeschenken an Weihnachten.
IMAGO / Sven Simon
Weihnachtsshopping Report 2022

So sehr schmälert die Inflation das Weihnachtsbudget der Deutschen

Die Trends gehen zu mehr Nachhaltigkeit und Erlebnisgeschenken an Weihnachten.
Deutschlandweite Temperaturen von über 30 Grad und strahlender Sonnenschein: Das Letzte, an was die meisten Deutschen derzeit denken, ist wohl Weihnachten. Dennoch hat das Meinungsforschungsunternehmen Civey im Auftrag von Ebay Ads nun seinen diesjährigen Weihnachtsshopping Report 2022 veröffentlicht. Und dieser könnte die Vorfreude auf das Weihnachtsgeschäft auf Unternehmensseite deutlich trüben. 
von Margaux Adam Dienstag, 19. Juli 2022
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Steigende Verbraucherpreise und die weiter in die Höhe schießende Inflation sorgen für schlechtere Stimmung bei deutschen Konsumierenden. Dieser Trend soll sich auch im Herbst und in der diesjährigen Weihnachtszeit weiter fortsetzen und die Konsumlaune deutlich schmälern. Statt 40 Prozent in 2021, planen in diesem Jahr nur noch 26 Prozent der deutschen Konsumentinnen und Konsumenten zwischen 101 und 300 Euro für Weihnachtsgeschenke auszugeben. Dies ist eines der zentralen Ergebnisse des Weihnachtsshopping Reports. Die Bereitschaft, mehr als 300 Euro in Geschenke zu investieren, sinkt ebenfalls von 32 Prozent im vergangenen Jahr auf 24 Prozent für dieses Weihnachtsfest.

Die sinkende Konsumlust der Deutschen spiegelt sich auch in den Kaufkriterien wider: Für 29 Prozent der Befragten ist vor allem der Preis des Artikels entscheidend für den Kauf. Kurz danach rangiert das Kriterium Qualität, das immerhin für 24 Prozent eine wichtige Rolle spielt. Ebenfalls wichtige Faktoren sind die Themen Nachhaltigkeit (16 Prozent), die faire Herstellung (10 Prozent) und die Regionalität (8 Prozent) der potentiellen Geschenke. Vergleicht man die Kaufszahlen von 2021 auf ebay.de mit denen aus 2019, zeigt sich: Suchkriterien wie Fairtrade (+270 Prozent), recyclebar (+315 Prozent) oder ressourcenschonend (+536 Prozent) steigen enorm. Laut der Ebay Ads Umfrage geht der Trend hin zu Erlebnisgeschenken (11 Prozent). Selbstgemachtes ist hingegen lediglich bei 7 Prozent der Studienteilnehmenden gefragt.
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Der Report zeigt darüber hinaus, dass die meisten Deutschen bereits ab Mitte September mit ihrer vorweihnachtlichen Geschenkerecherche beginnen. Im vergangenen Herbst stiegen so die Suchanfragen für Gutscheine um 88 Prozent, für Pullover um 42 und für Camcorder um 32 Prozent. Ebenfalls ab Mitte September lässt sich laut des Reports eine erhöhte Suche nach Produkten mit dem Suchwort "Weihnachten" verzeichnen: Weihnachtsdekoration macht beispielsweise ein Plus von 22 Prozent in dieser Zeit.

Ebenso früh gehen deutsche Konsumierende auf die Vorweihnachtssuche nach elektronischen Geräten wie Konsolen, Smarthome-Produkten und Smart-TVs. Auch die Suche nach Jacken (+25 Prozent) und Pullovern (+36 Prozent) steigt saisonbedingt wenig überraschend. Etwas mehr Zeit lassen sich die Deutschen hingegen bei der Suche nach Sport- und Outdoor-Artikeln wie Ski- und Snowboard-Ausrüstung: Erst ab Ende Oktober steigt die Suchanfrage um 43 Prozent.
© Google Ads
Immer noch weit vor der klassischen Weihnachtssaion klettern auch die Suchanfragen für Brettspiele um 43 und für Puppen um 35 Prozent in Kalenderwoche 45 beziehungsweise 46. Ab Ende November geht dann das Weihnachtsgeschäft laut Ebay Ads in die heiße Phase und verzeichnet ein Verkaufswachstum um bis zu 522 Prozent bei Parfüms - dem alljährlichen Verkaufsrenner in der Weihnachtszeit. Aber auch die Nachfrage nach Snowboards steigt im selben Zeitraum um 252 Prozent, die nach Produkten des Herstellers Lego immerhin um 138 Prozent. Einen weiteren Verkaufspeak verzeichnet Ebay im Rahmen der Cyber Week (ab 28. November) vor allem bei Weihnachtsdekoration (+1182 Prozent), Töpfen (+303 Prozent) und Mützen (+296 Prozent).
Online_Einkauf_Weihnachten
© IMAGO / Westend61
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Nach Ostern ist vor Weihnachten. Das gilt nicht nur für Schokoladenhersteller. Jeder fünfte Deutsche macht sich bereits im September Gedanken über Weihnachtsgeschenke. Händler und Unternehmen sollten potenzielle Kunden also bereits frühzeitig auf ihr Angebot aufmerksam machen, rät Ebay Ads auf Grundlage seines aktuellen "Weihnachtsshopping Report 2021".

"Das schlechte Konsumklima macht dem Handel immer mehr zu schaffen. Umso wichtiger ist es, das für Händler*innen so wichtige Weihnachtsgeschäft mit gezielten Werbemaßnahmen erfolgreich anzukurbeln", sagt Arnaud Valion, Head of Central Europe Advertising bei Ebay Ads. Gerade mit Blick auf die sinkenden Weihnachtsbudgets gelte es, die nötige Sichtbarkeit für Produkte zu schaffen und damit beim Weihnachtsshopping der Konsumiernden maximal präsent zu sein. mad 
Über den Weihnachtsshopping Report 2022

Die Umfrage im aktuellen "Weihnachtsshopping Report 2022" wurde vom 20. bis 21. Juni 2022 durch das Meinungsforschungsunternehmen Civey im Auftrag von Ebay Ads durchgeführt. In einer Online-Survey wurden in diesem Zeitraum 2.501 Konsumentinnen und Konsumenten in Deutschland befragt. Die Ergebnisse sind laut Ebay repräsentativ für die deutsche Gesamtbevölkerung. Darüber hinaus hat Ebay Ads die Such- und Verkaufszahlen bei ebay.de in 2021 analysiert und mit Blick auf vorweihnachtliche Peaks in einzelnen Produktkategorien ausgewertet. Für die Ermittlung aktueller Trends wurden zudem die Suche- und Verkaufszahlen auf der Ebay-Webseite von März bis Mai 2022 erhoben und mit denen aus dem Vorjahreszeitraum verglichen.

  1. gerhard manthey
    Erstellt 19. Juli 2022 08:56 | Permanent-Link

    die entscheidende Frage ist, wann wird diese Regierung aus dem Amt gejagt, weil sie ihren Amtseid, das Wohl des Volkes zu mehren, auf das Übelste aus Borniertheit und Geschichtsvergessenheit mißachtet und nicht in der Lage ist, eine eigenständige Friedens- und Wirtschaftspolitik zu denken und zu praktizieren. Diese Regierung lebt als Blinddarm der US-Regierung. Diese freut sich, hat sie doch einen Wirtschaftskonkurrenten in Deutschland und der EU weniger und sie kann auf Kosten der srmen Ukrainer ohne einen einzigen toten GI ihre Rüstungsindustrie profitabel testen. Herr, wirf Hirn herunter. Grüße Gerhard Manthey

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