"Was uns wichtig ist"

Mit dieser Vertrauenskampagne zieht McDonald's Bilanz aus der Corona-Krise

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McDonald's betont in dem Spot die kleinen aber wichtigen Dinge des Alltags
© McDonald's
McDonald's betont in dem Spot die kleinen aber wichtigen Dinge des Alltags
Der Restaurantbetrieb läuft wieder normal, doch der Corona-Lockdown hat bei McDonald's Spuren hinterlassen. Was das Unternehmen in den vergangenen Monaten gelernt hat, darum geht es in der neuen Kampagne "Was uns wichtig ist". Doch die Kommunikations-Offensive des Fast-Food-Unternehmens soll noch darüber hinaus gehen.
Corona hat uns alle ein wenig auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Statt immer "Höher, schneller, weiter und schöner" haben sich viele Menschen während der Pandemie und vor allem in den Zeiten des Shutdowns auf die wesentlichen Dinge in ihrem Leben beschränkt: Freunde, Familie, Gesundheit und generell die kleinen Freuden des Alltags. Diese Botschaft sendet McDonald's Deutschland mit dem Spot "Was uns wichtig ist".
Für ein Großunternehmen wie McDonald's waren während der ersten Wochen der Pandemie wiederum noch andere Dinge wichtig. So habe das Unternehmen Sicherheitskonzepte für die eigenen Restaurants entwickelt, Lebensmittel an deutsche Tafeln gespendet und eine Personalpartnerschaft mit Aldi aufgesetzt, erklärt Sprecher Philipp Wachholz. Zudem habe man den Fokus noch stärker auf kontaktlose Angebote wie den McDrive oder die eigene App gelegt.


Im Duktus des von Salt Works kreierten Spots (Produktion: Digitalsinn; Regie: Eric van Wyke) soll es noch die kommenden Monate weitergehen, kündigt Wachholz an. "Was uns jetzt besonders wichtig ist und welche Schwerpunkte wir in Zukunft setzen, wollen wir im Laufe des restlichen Jahres in der Vertrauenskampagne 'Was uns wichtig ist' zeigen." Dazu zählen auch weiterhin das neue, auf die Corona-Schutzmaßnahmen angepasste Restaurantkonzept, digitale Bestell- und Bezahlwege sowie die Mitnahme von Speisen und Getränken. Das Ziel: Das Vertrauen der Konsumenten in McDonald's zu stärken. Bereits im vergangenen Jahr hatte McDonald's das Thema Vertrauen in den Mittelpunkt einer großen Kampagne gestellt. Ein weiteres Thema, das während der Corona-Krise ein wenig aus dem Blick der Öffentlichkeit verschwunden ist, bei McDonald's aber stets präsent war, ist die Vermeidung von Abfall und Plastik. Hier hat der Burger-Brater in der jüngeren Vergangenheit etwa mit der Umstellung seiner Dessertverpackungen bereits erste Maßnahmen präsentiert. Das Ziel bleibt trotz der Krise bestehen: Bis 2025 sollen bei McDonald's nur noch Verpackungen aus erneuerbarem, recyceltem oder zertifiziertem Material zum Einsatz kommen.

Diese und weitere Maßnahmen, die bis Ende des Jahres im Rahmen der Vertrauenskampagne folgen werden, begleitet McDonald's auf den eigenen Social-Media-Kanälen sowie mit Print-Anzeigen und Out-of-Home Motiven. Letztere sind optisch angelehnt an eine Markenkampagne, die ab dem 20. Juli startet. Darin will McDonald's die Vielfalt seines Angebots für verschiedene Zielgruppen präsentieren. Der Mediamix der Kampagne umfasst TV, Digital und Out-of-Home. Verantwortliche Agentur ist Leo's Thjnk Tank. Die Customized Agency ist noch bis Ende des Jahres bei McDonald's unter Vertrag - die Neuvergabe des Mandats ist bereits angelaufen.
Das Thema Plastikvermeidung soll in der Kommunikation von McDonald's das Ganze Jahr über eine Rolle spielen
© McDonald's
Das Thema Plastikvermeidung soll in der Kommunikation von McDonald's das Ganze Jahr über eine Rolle spielen
Unklar ist, welche Rolle Facebook und Instagram für die Bewerbung beider Kampagnen spielen werden. Offiziell hat sich McDonald's bislang nicht der #StopHateForProfit-Bewegung angeschlossen. Die Werbebibliothek von Facebook weist für das Unternehmen aktuell allerdings keine aktiven Werbeanzeigen aus - ungewöhnlich für ein in Social Media ansonsten sehr aktives Unternehmen wie McDonald's. Inwieweit dies in Zusammenhang mit dem globalen Facebook-Boykott großer Werbungtreibender steht, dazu wollte sich McDonald's auf Nachfrage nicht äußern. ire
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