Von der Notlösung zur Premiummarke

Warum die Pizzamarke Gustavo Gusto der Wachstums-Champion im LEH ist

Die junge Pizza-Marke Gustavo Gusto wirbelt den Markt durcheinander
© Franco Fresco
Die junge Pizza-Marke Gustavo Gusto wirbelt den Markt durcheinander
Es ist eine der beeindruckendsten Erfolgsgeschichten im Lebensmittelhandel: Im Februar 2016 feierte die Pizza-Marke Gustavo Gusto bei Rewe ihre Premiere. Gut drei Jahre später hat sie das Tiefkühlsortiment grundlegend verändert und startet ihre erste Fernsehkampagne. Traditionsmarken wie Wagner und Dr. Oetker sehen sich gezwungen, dem Herausforderer zu folgen. Doch im Herzen des Erfolgs steht eine Studienfreundschaft zwischen Pizza-Pionier Christoph Schramm und dem Ex-Leagas-Delaney-Kreativen Michael Götz.
2019 hat Götz das Marketing jedoch auf eine neue Stufe gehoben und fokussiert die Kommunikation deutlich stärker auf die intendierte Zielgruppe. Über die in Kooperation mit der Sat-1-Kochshow „The Taste“ entwickelte Apfel-Zimt-Tiefkühlpizza bietet die Marke nicht nur eine Geschmacksvariante für den Winter,  sondern spricht auch tendenziell eine ältere Zielgruppe an, die sich für höherwertige Kulinarik interessiert.

Der Start der TV-Kampagne soll dagegen für eine breitere Skalierung der Kommunikation sorgen. Denn mittlerweile hat auch die Konkurrenz größere Premium-Pizzen im Sortiment und konnte diese – anders als Gustavo Gusto – über ihre bestehenden Vertriebsnetze von Anfang an, breit in den Handel bringen. Bei Dr. Oetker heißt die Antwort auf den Herausforderer La Mia Grande heraus, Nestlé konterte mit Ernst Wagners Original.

Die inhouse entwickelte TV-Kampagne zeigt, dass auch Gustavo Gusto mittlerweile auf Augenhöhe um ein Massenpublikum kämpft. Die TV-Spots sind klar auf den Aufbau von Bekanntheit und die Vermittlung des Marken-USPs ausgerichtet. Es wird spannend sein zu sehen, ob der bayrische Herausforderer auch bei der TV-Werbung den Platzhirschen künftig das Tempo vorgeben und in die neue Rolle der Mainstream-Marke hineinwachsen kann.

In einem Punkt will sich Götz allerdings noch nicht von der Arbeitsweise des Kleinunternehmens verabschieden. Franco Fresco beschäftigt zwar Crossmedia als Mediaagentur, aber die Werbekreation soll auch bis auf weiteres Inhouse erfolgen. Götz: „Das hat sich für uns bewährt, weil wir so einfach viel schneller und flexibler unsere Ideen umsetzen können.“ cam

Jetzt kostenfrei registrieren
und sofort alle H+ Artikel lesen!

Die Registrierung beinhaltet
den täglichen HORIZONT Newsletter.

 
Sie sind bereits registriert?
Der Nutzung Ihrer Daten können Sie jederzeit widersprechen.
Weitere Hinweise finden Sie unter Datenschutz.
stats