Volkswagen We

Das ist die neue Mobilitäts- und Serviceplattform von VW

Ab 2019 realität. Mit dem Carsharing E-Golf durch Berlin fahren
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Ab 2019 realität. Mit dem Carsharing E-Golf durch Berlin fahren
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Volkswagen erhöht das Tempo bei der Transformation zum Mobilitätsanbieter. Unter Volkswagen We entsteht ein ganzes Ökosystem an Diensten und Services. Ab dem zweiten Quartal 2019 startet unter "We Share" ein E-Carsharing-Angebot.
Auf der IAA im vergangenen Jahr war We schon zu sehen. Doch was sich hinter Volkswagen We verbirgt, wird seit heute immer deutlicher. Ein ganzes Ökosystem an Diensten und Angeboten, mit dem die wichtigste Marke im VW-Konzern ihre Transformation deutlich beschleunigen will. "Es ergänzt das Volkswagen-Erlebnis auf Rädern und holt die digitale Lebenswelt unsere Kunden ins Auto", erklärt Jürgen Stackmann, Vertriebs- und Marketingvorstand bei der Bekanntgabe der Transformationsoffensive in Berlin. Mit einem einzigen Zugang soll sich dem Kunden eine ganz neue, digitale Welt voller Möglichkeiten erschließen - von We Charge über We Park und We Deliver bis hin zu We Connect. Damit wird sich der Wettbewerb zwischen den Herstellern weiter verschärfen. Unter anderem betreibt Mercedes-Benz mit "Mercedes Me" eine umfangreiche Plattform, PSA hat Free2Move am Start, Volvo hat den Start der Marke M verkündet.


Und das ist nicht die einzige Veränderung. Unter der Submarke "We Share" wird VW ab dem zweiten Quartal 2019 ein rein elektronisches Carsharing anbieten. Los geht es in Berlin zunächst mit 2000 Fahrzeugen - 1500 e-Golf und 500 e-up! - bevor dann ab 2020 die ersten Modelle der neuen I.D.-Familie das Angebot erweitern werden. Zu dem Zeitpunkt sollen europäische Kernmärkte sowie ausgewählte Städte in den USA und Kanada folgen.

„Wir gehen davon aus, dass wir spätestens 2025 eine Milliarde Euro mit der Plattform umsetzen werden.“
Jürgen Stackmann
Für die Digitalisierungsoffensive nimmt Volkswagen 3,5 Milliarden Euro bis 2025 in die Hand. Stackmann rechnet damit, dass es VW gelingt, ab 2020 jedes Jahr 5 Millionen Kunden für Volkswagen We zu gewinnen. Klingt nach viel, wird aber dadurch erleichtert, dass die Plattform auch Nicht-VW-Fahrern offensteht, ab 2020 jedes Fahrzeug connected (eigenes Betriebssystem VW.OS") ausgeliefert wird und über automatische Updates immer auf dem neuesten Stand bleibt - "frisch halten", wie das auf der Veranstaltung immer wieder genannt wird. Gleichzeitig soll Volkswagen We über die Dienste relevante Gelder generieren. "Wir gehen davon aus, dass wir spätestens 2025 eine Milliarde Euro mit der Plattform umsetzen werden", sagt Stackmann.


Um das zu schaffen, verändert VW aber auch seine Kultur. Galt in Wolfsburg jahrzehntelang der Spruch "Das machen wir selbst", öffnet sich die Marke zunehmend Kooperationspartnern und Start-ups, um zusätzlich Geschwindigkeit aufnehmen zu können. Unter anderem soll es Gespräche beim Lieferdienst mit einem großen Nahrungsmittelhersteller geben. Mit welchen Partnern Volkswagen konkret zusammenarbeitet, soll sukzessiv im Laufe des Jahres bekanntgeben werden. Und das soll dann aber nicht das Ende sein. "Unsere Plattform ist offen für neue Partner", sagt Stackmann. Es dürfte nicht lange dauern, bis die ersten Bewerbungen eintreffen. mir
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