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Mit dieser genialen Spoiler-Aktion kapert Burger King den Krieg der Sterne

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Im Spoiler-Restaurant mussten Star-Wars-Fans ganz tapfer sein
© Burger King Deutschland
Im Spoiler-Restaurant mussten Star-Wars-Fans ganz tapfer sein
Am 18. Dezember startet das Ende der Star-Wars-Saga in Deutschland - und in den Kampf der Truppen der Ersten Ordnung und Rebellen hat sich Burger King Deutschland als Heckenschütze geschmuggelt. In seiner von der Leadagentur Grabarz & Partner kreierten Kampagne "Spoiler Whopper" verspricht die Fastfood-Kette Star-Wars-Fans Gratis-Snacks, wenn sie sich Spoiler zum neuen Film zumuten. Die kreative Guerilla-Marketing-Aktion ist zudem auch eine Premiere für Spracherkennung im Marketing. Denn wer sich die Coupons in der Burger-King-App sichern will, muss zunächst einmal selbst dem Sprachassistenten die Spoiler vorlesen.
Mit "Spoiler Whopper" wirbt Burger King erneut um neue Nutzer für seine App. Denn über eine aktive Nutzerbasis der eigenen Apps sichern sich die Fastfood-Ketten zunehmend einen Kreis von Stammkunden, der von konkurrierenden Ketten nur noch schwer zu erreichen ist. Dazu hat Burger King erstmals eine Funktion zur Spracherkennung in der App integriert.


Über diese Spracherkennung wird auch der Coupon für einen Gratis-Whopper freigeschaltet: Wer diesen Coupon erhalten will, muss über eine spezielle Kachel in der Burger King App einen Spoiler-Text aufrufen und laut vorlesen. Die App überprüft dann die Vollständigkeit des Spoilertextes und schaltet im Erfolgsfall anschließend den Coupon frei.

Burger King äußert sich zwar im Kontext der Kampagne nicht dazu, aber es darf als sicher gelten, dass Spracherkennung auch künftig zu den Anwendungen der App gehören wird. Sollte die Kampagne eine gute Resonanz bei den Kunden erzeugen, dürfte die Marke das neue Feature für normale Bestellvorgänge nutzen, um sich so von den konkurrierenden Ketten und ihren Apps abzuheben.


„Obwohl der Whopper dieses Mal einen galaktisch hohen Preis fordert, ist er diesen jedoch allemal wert. Mithilfe von moderner und erstmalig integrierter Spracherkennung bieten wir Nutzern unserer App dabei einen unterhaltsamen Mehrwert.“
Klaus Schmäing
Für das Coupon-Feature in der App wirbt Burger King mit einem Marketingstunt, für den eigens eine Filiale zum Spoiler-Restaurant umgerüstet wurde. Zu dieser Adresse wurden wahre Star-Wars-Fans eingeladen, die hier vor einem Dilemma standen. Sie konnten bestellen was sie wollten, aber gleichzeitig war jede Bestellung mit neuen Spoilern verbunden. Das gesamte Restaurant sowie sämtliche Produkte beinhalteten dabei verräterische Hinweise. Jeder Produktname am Menu Board, jedes Namensschild, Strohhalme, Pommes und sogar das WLAN-Passwort enthielten Spoiler. Auch die Produktverpackungen wurden mit versteckten Spoilern versehen, manche wurden sogar beim Öffnen von einem Soundchip vorgetragen.

Klaus Schmäing, Director Marketing bei Burger King Deutschland, hat an diesem leicht sadistischen Konzept durchaus seine Freude: "Obwohl der Whopper dieses Mal einen galaktisch hohen Preis fordert, ist er diesen jedoch allemal wert. Mithilfe von moderner und erstmalig integrierter Spracherkennung bieten wir Nutzern unserer App dabei einen unterhaltsamen Mehrwert." Und tatsächlich hält sich die Grausamkeit von Marke und Agentur in Grenzen. Denn dass die Spoiler auch tatsächlich zutreffen werden, ist längst nicht gesagt. Am Ende seiner Presseerklärung gibt Burger King selbst Entwarnung: "Ob die Spoiler tatsächlich zutreffen? Die Filmveröffentlichung wird es zeigen."

Burger King verteilte die Spoiler auf alle Produkte
© Burger King Deutschland
Burger King verteilte die Spoiler auf alle Produkte
Ärgern könnte sich höchstens Disney, das von Burger King im Rahmen der Kampagne keine Lizenzgebühren zu erwarten hat. Der Fastfoodriese nutzt zwar das Thema Star Wars, vermeidet aber in seinen ganzen Begleitmaterialien tunlichst jede Formulierung, die von Disneys Anwälten als Verletzung der Markenrechte ausgelegt werden könnte. Diese Konstellation könnte übrigens auch erklären, warum der von Burger King jüngst lancierte Rebel Burger bei der Aktion keine Rolle spielt. Ein eigener „Rebellen“-Burger wäre wohl eine zu offensichtliche Verbindung zu Star Wars gewesen.

Burger King wirbt für den „Spoiler Whopper“ mit Instore-Werbemaßnahmen und auf den eigenen Social-Media-Kanälen. Auf Youtube werden zudem Pre-Roll Anzeigen direkt vor dem Filmtrailer geschaltet. cam
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