Versöhnung vs. Panikmache

Mit diesen Werbespots gehen Joe Biden und Donald Trump in den Wahlkampf-Endspurt

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Der Wahlwerbespot von Donald Trump soll Angst machen
© Screenshot Youtube
Der Wahlwerbespot von Donald Trump soll Angst machen
Mit sehr unterschiedlichen Wahlkampfspots wollen Joe Biden und Donald Trump in den letzten Tagen vor der US-Präsidentschaftswahl punkten. Während Biden in den Spots eher versöhnen will, greift Trump seinem Kontrahenten massiv an. Unterdessen ist offenbar Trumps Wahlkampfseite gehackt worden.
Das Biden-Team stellte am Dienstag eine Reihe von Werbeclips vor, in denen der Herausforderer unter anderem die Einheit des tief gespaltenen Landes beschwor und seine Unterstützung für die "Black Lives Matter"-Bewegung ("Schwarze Leben zählen") bekräftigte. Auch wandte er sich an die Wähler und forderte diese auf, die "düstere, wütende Politik" der letzten Jahre unter Präsident Trump zu beenden.


Auch das Wahlkampfteam vom Präsident Trump veröffentlichte demgegenüber einen neuen Spot, in dem Biden das "Anheizen der Flammen" in "brennenden Städten" der USA vorgeworfen wird. Die Werbung spielt auf vereinzelte Gewaltausbrüche im Zuge der Proteste gegen Rassismus und Polizeigewalt in den vergangenen Monaten an.

Nur eine Woche vor der US-Wahl am 3. November hat Biden bezüglich der Wahlkampfspenden und des damit verbundenen Werbebudgets einen deutlichen Vorteil gegenüber Trump. Beobachtern zufolge gibt er deutlich mehr Geld für TV-Werbung in den umkämpften Bundesstaaten aus als der Amtsinhaber.


Unterdessen ist die Webseite der Wahlkampagne von US-Präsident Donald Trump offenbar kurzzeitig gehackt worden. Am Dienstagabend erschien beim Klicken der Kategorie "Events" die Aussage: "Diese Seite wurde beschlagnahmt. Die Welt hat genug von den Fake-News, die täglich von Präsident Donald J. Trump verbreitet werden." Danach folgten unbelegte Anschuldigungen gegen die amerikanische Regierung sowie gegen Donald Trump persönlich. Oben auf der Seite prangten die Logos der Amerikanischen Bundespolizei FBI sowie des US-Justizministeriums. Nach wenigen Minuten waren die Aussagen und Anschuldigungen jedoch wieder verschwunden, die Seite funktionierte wieder normal. Die Hintergründe des Vorfalls waren zunächst unklar. dpa
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