UN-Klimakonferenz

Wie die Deutsche Bahn mit einer Wette ein Zeichen für den Klimaschutz setzt

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Die Deutsche Bahn hat mit Deutschland um 250 Tonnen CO2 und 10.000 Freifahrten gewettet
© Deutsche Bahn
Die Deutsche Bahn hat mit Deutschland um 250 Tonnen CO2 und 10.000 Freifahrten gewettet
Seit Anfang der Woche läuft in Madrid die UN-Klimakonferenz - natürlich in Anwesenheit von Umweltaktivistin Greta Thunberg. Umweltschützer und Vereinte Nationen richten dabei einmal mehr den Appell an die Welt, die CO2-Emissionen deutlich einzuschränken, um die Erderwärmung zu reduzieren. Die Deutsche Bahn will zu diesem Anlass Taten sprechen lassen und nimmt sich mit der "Weltklimawette" selbst in die Verantwortung.
Zusammen mit Agenturpartner Ogilvy hat die Deutsche Bahn am vergangenen Sonntag eine Promotion gestartet, um 250 Vielreisende für die Mission zu gewinnen, im kommenden Jahr jeweils eine Tonne CO2 pro Person einzusparen. Konkret entspricht das dem Verzicht auf zehn innerdeutsche Flüge. Der Wetteinsatz des Unternehmens dabei: 10.000 Freifahrten, sofern das Ziel von 250 CO2-Sparverträgen nicht erreicht worden wäre.


So weit ist es jedoch nicht gekommen. Im Gegenteil: Bereits nach etwa zwei Stunden waren die 250 Vielreisenden gefunden, die bei der Aktion mitmachen. Einen Tag später leiteten Ogilvy und die Bahn dann die zweite Phase der Kampagne ein, um 5000 Kunden dafür zu gewinnen, den CO2-Sparvertrag ebenfalls zu unterschreiben, dazu ein Selfie von sich hochzuladen und so zwei Freifahrten für 2020 zu erhalten. Für knapp zwei Stunden war der Server sogar down, weil zu viele Menschen gleichzeitig auf der Bahn-Webseite versuchten, Teil der Weltklimawette zu werden. Mittlerweile hat das Unternehmen die Begrenzung von 5000 CO2-Sparern aufgehoben. Das heißt: Noch immer können Bahnfahrer auf Weltklimawette.de den CO2-Sparvertrag unterzeichnen, ein Bild von sich hochladen und so ein Zeichen für den Klimaschutz setzen.
"Das Erreichen der Klimaziele ist auch mit einer Verhaltensänderung von uns allen verbunden. Deshalb braucht es Mitstreiter, die wirklich etwas ändern wollen", sagt Michael Peterson, Vorstandsvorsitzender der DB Fernverkehr AG. Jürgen Kornmann, Leiter Marketing & PR, ergänzt: "Diese Aktion ist ein weiterer integraler Baustein unserer Dachkampagne für 2019, mit der wir die Vorteile der Deutschen Bahn als Umwelt- und Klimaschützer gegenüber unseren Kunden und der Öffentlichkeit verdeutlichen."

„Das Erreichen der Klimaziele ist auch mit einer Verhaltensänderung von uns allen verbunden. Deshalb braucht es Mitstreiter, die wirklich etwas ändern wollen.“
Michael Peterson
Die Microsite ist bis zum Ende der UN-Klimakonferenz am 13. Dezember online. Zudem ist die Weltklimawette als Printanzeige in der FAZ am Sonntag, Welt am Sonntag sowie im Handelsblatt erschienen. Gleichzeitig mit der Aktion setzt die Deutsche Bahn noch ein weiteres Zeichen für den Klimaschutz: Zusammen mit dem Verein Bergwaldprojekt e.V. wird der Konzern 20.000 Bäume im Harz pflanzen und will so einen zusätzlichen Beitrag für ein gesundes Klima, saubere Luft und mehr Artenvielfalt leisten. Mit der Spende soll das durch Trockenheit und vom Borkenkäfer stark geschädigte Waldgebiet in Braunlage am Wurmberg wiederaufgeforstet werden. tt
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