True-Fruits-Manager im Interview

"Der Schockmoment im ersten Augenblick ist beabsichtigt"

Die True-Fruits-Manager Inga Koster, Nic Lecloux und Marco Knauf (v.l.)
© Katja Kuhl
Die True-Fruits-Manager Inga Koster, Nic Lecloux und Marco Knauf (v.l.)
True Fruits steht mal wieder im Rampenlicht. Anfang der Woche wurde bekannt, dass das Unternehmen künftig nicht nur Smoothies verkauft, sondern auch Saft aus gepressten Früchten. Wie für die neue Marke "Säft" geworben wird, ist nicht bekannt. In der Regel setzen die Gründer Inga Koster, Nic Lecloux und Marco Knauf in der Werbung auf Provokation. Warum, erklären sie im Interview.
Wenn man die Kommentare in sozialen Netzwerken und Medienberichte heranzieht, sitze ich hier gerade vor einer Bande Rassisten und Sexisten. Was sagen Sie zu diesem Vorwurf?


Nic Lecloux: Jegliche Form von Diskriminierung, Rassismus oder Sexismus ist scheiße. Bei True Fruits arbeiten über 30 Menschen aus verschiedenen Nationen, verschiedener Hautfarbe, unterschiedlicher sexueller Ausrichtung und sogar weiße CIS-Männer friedlich und harmonisch gemeinsam miteinander.

Marco Knauf: Wir haben in der Vergangenheit viele Posts für Vielfalt und gegen Rechts gemacht. Auf einer unserer Flaschen stand: "Ohne ausländische Zutaten wäre dieser Smoothie nur ein schnöder deutscher Apfelsaft". Dafür haben wir einen Shitstorm von rechts bekommen. Wie viele von denen, die uns heute kritisieren, haben uns dafür gefeiert?

Inga Koster: Die pauschalisierte Verurteilung unserer „Werbung“ finde ich nicht angebracht. Wir machen pro Woche zwei bis drei Posts auf Facebook und Instagram. In der aktuellen Kritik stehen fünf bis sechs Werbeslogans der letzten vier Jahre. Die Kritik dazu kam auch erst dieses Jahr auf, als einzelne Sujets ohne Kontext dargestellt wurden.

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