Top 10 Ranking

Das sind die DAX-CEOs mit dem besten Image

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Überstrahlt alles: Jennifer Morgan
© SAP
Überstrahlt alles: Jennifer Morgan
Zuletzt schien es fast so, als gäbe es im CEO-Ranking von Unicepta kaum noch Bewegung. Immerhin thronte Theodor Weimer, der Chef der Deutschen Börse, im vergangenen Jahr fast durchgängig auf Platz 1 der Rangliste, mit der das Analyse- und Media-Monitoring-Unternehmen kontinuierlich den Ruf der DAX-30 CEOs abbildet. Doch dann kam Jennifer Morgan. Die Managerin, die im Oktober 2019 gemeinsam mit Christian Klein SAP-Chef Bill McDermott beerbte, springt in dem Ranking aus dem Stand auf Platz 1.
Für sein Imageranking hat Unicepta rund 33.000 Beiträge ausgewertet, die in der Zeit von Januar bis November 2019 in deutschen Leitmedien sowie der New York Times, dem Wall Street Journal und dem Economist erschienen sind. Das Ergebnis der Analyse, die neben der medialen Präsenz aller DAX-Konzerne und ihrer CEOs auch die Tonalität der Medien-Berichterstattung berücksichtigt, ist diesmal bemerkenswert: Denn der erste Rang geht an eine Managerin, die erst seit Oktober 2019 als CEO im Amt ist.

Das sind die 10 CEOs mit dem besten Image
© Unicepta
Das sind die 10 CEOs mit dem besten Image
Der kometenhafte Aufstieg der im Jahr 1971 geborenen Jennifer Morgan erscheint in der Retroperspektive angesichts der meist sehr positiven Berichterstattung nur logisch. Die Medien feierten die erste Frau an der Spitze eines DAX-Konzerns in den letzten Wochen des vergangenen Jahres als "Königin der Cloud" - und als "mächtigste Wirtschaftsfrau des Landes" (Wirtschaftswoche). Das Handelsblatt lobte auch die strategischen Fähigkeiten der US-Managerin. Ihre Leitlinie sei es, den Kundenerfolg zu steigern, schrieb der Wirtschaftstitel. Gleichzeitig wolle SAP unter ihrer Führung "effizienter werden, besser verdienen und die Aktionäre daran beteiligen", hieß es.

Die vielen meist positiven Beiträge im letzten Quartal bescherten Morgan ein Ergebnis, mit dem die Konkurrenten übers Jahr hinweg nicht mithalten konnten. Das trifft zum Beispiel auf Kasper Rorsted zu. Der Adidas-Chef, der das Gesamtranking im vorigen Jahr noch angeführt hatte, schafft es aber immerhin auf Rang 2. Rorsted punktete bei den Medien auch 2019 wieder mit guten Unternehmenszahlen. Der Turnschuh-Hersteller sei "voll auf Kurs", zitierte ihn etwa das Handelsblatt, das dem Unternehmen 2019 "trotz einiger Herausforderungen ein Rekordjahr" prognostizierte. Das Wall Street Journal betonte hingegen die positive Entwicklung der drei strategischen Märkte – China, USA und E-Commerce. 

Über ein gutes Ergebnis kann sich auch Johannes Teyssen freuen. Der Eon-Chef, der sich im dritten Quartal 2019 von Rang zehn auf drei verbesserte, bestätigt seine gute Platzierung auch im Gesamtranking. Wichtigstes Thema für die Medien war erneut die Übernahme der RWE-Tochter Innogy. Johannes Teyssen habe "seinen großen Deal perfekt gemacht", kommentierte etwa das Handelsblatt. 

So entsteht das Ranking
Für das CEO-Ranking wertete Unicepta rund 33.000 Beiträge aus, die von Januar bis November 2019 in deutschen Leitmedien sowie der New York Times, dem Wall Street Journal und dem Economist erschienen sind. Das Ranking basiert auf Ergebnissen aus dem Unicepta „DAX-Benchmark“. Mit diesem erfasst der Anbieter für Media & Data Intelligence kontinuierlich die mediale Präsenz aller DAX-Konzerne und ihrer CEOs sowie die Tonalität der Medien-Berichterstattung.
Ein erfolgreicher Schlussspurt ist Elmar Degenhart (Continental, Rang 9) und Carsten Spohr (Lufthansa, Rang 10) gelungen. Beide Top-Manager legen im Gesamtranking zu. Degenhart punktet unter anderem mit einem Bericht in der Börsen-Zeitung, der die stabile Umsatzentwicklung von Continental "trotz des weiterhin rückläufigen Marktumfeldes" aufgriff. "Kapitän Spohr" wurde unter anderem vom Manager Magazin für seine Verdienste bei der digitalen Transformation des Konzerns gelobt. 

Dass ausgerechnet Theodor Weimer, der in den ersten drei Quartalen 2019 unangefochten an der Spitze lag, im Gesamtranking nicht mehr auftaucht, begründet Unicepta mit dem zuletzt rückläufigen Medieninteresse. So habe der Chef der Deutschen Börse die für eine Berücksichtigung erforderliche Medienpräsenz im 4. Quartal nicht erreicht. Die Methodik sehe für einen solchen Fall vor, dass der jeweilige CEO auch im Gesamtranking nicht mehr berücksichtigt werde - unabhängig davon, wie er in den Quartalen zuvor abgeschnitten hat, heißt es bei Unicepta. mas

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