Tony's Chocolonely

Mit diesem starken Manifest kämpft Idris Elba gegen Sklaverei in der Schokoindustrie

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Tony's Chocolonely zeigt mit popkulturell geprägten Bildern den Kontrast zwischen fair und unfair
© Tony's Chocolonely
Tony's Chocolonely zeigt mit popkulturell geprägten Bildern den Kontrast zwischen fair und unfair
Mit seinen Produkten kämpft das niederländische Unternehmen Tony's Chocolonely seit seiner Gründung 2005 für eine 100-prozentig sklavenfreie Herstellung von Schokolade auf der ganzen Welt. Die sozial verantwortliche B-Corp-Firma baut langfristige Beziehungen zu Kakaobauern in Ghana und der Elfenbeinküste auf. Um möglichst viele Menschen darauf aufmerksam zu machen, dass Kinderarbeit und moderne Sklaverei auf vielen Kakaoplantagen immer noch auf der Tagesordnung stehen, startet Tony's Chocolonely zusammen mit der Kreativagentur HERC nun seine erste große Markenkampagne. Herzstück ist ein von Schauspieler Idris Elba erzählter Manifestfilm.
Mit der Kampagne, die Tony's Chocolonely in den Digitalkanälen verbreitet, will die Marke das Bewusstsein für den Kampf gegen die systematische Ungleichheit und Ausbeutung in der Schokoladenindustrie bei einer möglichst großen Zielgruppe schärfen. In dem Einminüter (Produktion: Division, Paris / Regie: Helmi) erklärt der britische Schauspieler Idris Elba anhand von bunten popkulturell geprägten Bildern den Unterschied zwischen fair und unfair. Dabei geht es vor allem um das Verständnis von Fairness, das in der westlichen Welt als selbstverständlich gilt - während es laut aktuellen Erhebungen in Westafrika auf Kakaoplantagen noch immer über 30.000 Fälle moderner Sklaverei und mehr als zwei Millionen Fälle von illegaler Kinderarbeit gibt.
Ans Ende des Videos stellen Tony's Chocolonely und HERC eine positive Metapher für das Potenzial einer fairen Schokoladenproduktion, das in Afrika gegeben ist. Zugleich ruft die Marke die Zuschauer dazu auf, selbst aktiv zu werden und mit bewussten Entscheidungen für Fair-Trade-Produkte einen eigenen positiven Beitrag zur Veränderung zu leisten. Dazu bewirbt Tony's Chocolonely eine Petition auf seiner Webseite, die die Verabschiedung eine Gesetzgebung für umfangreiche Menschenrechte in der Kakao-Lieferkette fordert.


"Als Engländer, Sohn einer ghanaischen Mutter und eines sierra-leonischen Vaters, bin ich mir der schockierenden Ungleichheiten zwischen der westlichen Welt und Afrikas nur allzu bewusst", sagt Idris Elba, der auch als Botschafter für den Internationalen Fonds für landwirtschaftliche Entwicklung der Vereinten Nationen tätig ist. "Es ist eine Ehre für mich, Tony's Manifest gegen die Ausbeutung durch meine Stimme unterstützen zu können. Ich sehe diese Zusammenarbeit als einen ersten Schritt zu einem wirkungsvollen, gemeinsamen Engagement."
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Thecla Schaeffer, CMO bei Tony's Chocolonely, ergänzt: "Unser Manifest zeigt auf ansprechende und zugleich emotionale Weise klar unsere Position gegenüber der Problematik in der Kakaoindustrie." Als Schokoladenhersteller wolle man in diesem Kontext ein wichtige Rolle einnehmen und seine Vision auf kreative Weise in die Welt hinaustragen.

Das Fairtrade-zertifizierte Unternehmen wurde 2005 von drei Journalisten der niederländischen TV-Sendung "Keuringsdienst van Waarde" gegründet, nachdem sie recherchiert hatten, dass mehrere große Schokoladenhersteller Kakao von Plantagen kaufen, auf denen illegale Kinderarbeit und moderne Sklaverei auf der Tagesordnung stehen. Seitdem setzt sich Tony's Chocolonely mit seinen Produkten und Initiativen für faire Bedinungen in der Schokoladenherstellung und einen höheren Kakaopreis ein. Das Unternehmen will laut eigener Aussage die gesamte Branche dazu animieren, 100-prozentig sklavenfreie Schokolade zur Norm zu machen. Mit seinen Produkten ist Tony's Chocolonely in den Niederlanden, den USA, Großbritannien und Deutschland vertreten. tt
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