TLGG-Chef Bornschein zu Rezo und den Folgen

"Influencer sind nur der Kanal des Aufschreis"

Christoph Bornschein
© TLGG
Christoph Bornschein
Müssen die Parteien nach der Europawahl nun im Influencer Marketing nachrüsten? CSU-Parteichef Markus Söder verkündet schon: "Social Media ist die fünfte Gewalt im Staat." Doch Social-Media-Experte Christoph Bornschein warnt vor dieser Schlussfolgerung. Der CEO von Torben, Lucie und die gelbe Gefahr (TLGG) ist sich sicher: "Die Schlussfolgerung 'Influencer haben uns die Wahl gekostet' ist absolut falsch." Für ihn sind die Influencer nur der "Kanal des Aufschreis gegen diese einseitige Polarisierung auf die Themen der älteren Wahlbevölkerung."

Bornschein zieht im Exklusiv-Interview mit HORIZONT klare Parallelen zwischen der Social-Media-Kommunikation kommerzieller Marken und der kommunikativen To-Do-Liste der Parteien. Ähnlich wie Marken an ihren Inhalten arbeiten müssten, um in der digitalen Kommunikation erfolgreich zu sein, sollten sich auch Parteien erst überlegen, was sie dem jungen Publikum in den sozialen Netzwerken eigentlich sagen wollen: "Eine Marke kann noch so gut digital kommunizieren. Wenn sie beispielsweise nicht verstanden hat, dass junge Zielgruppen mittlerweile selbstverständlich von Marken eine Haltung erwarten, werden alle Kampagnen scheitern.

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