Super Bowl LIII

Wie Steve Carell das alte "Is Pepsi OK?"-Problem aus der Welt schafft

US-Schauspieler Steve Carell hat ein großes Problem damit, dass Pepsi immer wieder als "just OK" bezeichnet wird
© Pepsi / Youtube
US-Schauspieler Steve Carell hat ein großes Problem damit, dass Pepsi immer wieder als "just OK" bezeichnet wird
Die Herausforderer-Rolle gegenüber Coca-Cola, einer der bedeutendesten und traditionsreichsten Marken der Welt, wird Pepsi wohl nie los. Zum diesjährigen Super Bowl denkt sich die Limonadenmarke deshalb: Warum nicht offensiv mit dem Außenseiter-Dasein umgehen - und zeigt gemeinam mit A-Promis wie Schauspieler Steve Carell und Rap-Superstar Cardi B, dass Pepsi alles andere als "nur OK" ist.
Der Spot, der online in einer 60-sekündigen Fassung zu sehen ist und beim Big Game als 30-Sekünder ausgestrahlt wird, spielt in einem Diner, wo eine Frau gerade ihre Bestellung aufgibt. Als sie eine Coke ordert, unterbricht sie der Kellner postwendend und stellt die Frage, die fast jeder schon einmal gehört hat: "Is Pepsi OK?" Sofort wird sie von Schauspieler Steve Carell ("The Office", "Jungfrau (40), männlich, sucht ...") unterbrochen, der hinter ihr sitzt. Und der hält ein flammendes Plädoyer dafür, dass das Prädikat "just OK" Pepsi eben nicht gerecht wird. Im Laufe des Commercials erhält Carell zudem Unterstützung von den beiden Hip-Hop-Stars und Markenbotschaftern Cardi B und Lil Jon. Und am Ende wollen, na klar, alle im Dinner nur noch Pepsi.
"Es gibt Millionen von Menschen, die Pepsi lieben. Und trotzdem werden sie tagtäglich gefragt:" Ist Pepsi OK? ", sagt Todd Kaplan, Vice President of Marketing bei PepsiCo. "Wir hatten das Gefühl, dass es an der Zeit war, diese Frage direkt anzusprechen."
In den Tagen vor dem Launch des von Goodby Silverstein & Partners entwickelten Super-Bowl-Commercials hat Pepsi via Social Media bereits mit drei Teaserclips die Vorfreude angeheizt, in denen die drei Testimonials einzeln auftreten. Die Marke ist seit 2013 Sponsor der jedes Jahr mit Spannung erwarteten Halbzeitshow beim Big Game. Nach Megastars wie Lady Gaga, Justin Timberlake, Beyoncé, Bruno Mars oder Coldplay zuvor treten in diesem Jahr mit Maroon 5, Big Boi und Travis Scott weniger populäre Künstler in der Halbzeitpause des Super Bowl auf. Der Grund: Wunschkandidaten wie Rihanna und auch die im Pepsi-Spot auftretende Cardi B haben aus Solidarität mit dem umstrittenen Football-Spieler Colin Kaepernick abgesagt und wollten nicht auftreten.
Konkurrent Coca-Cola ist in diesem Jahr übrigens nicht mit einem Werbespot während des Super Bowl vertreten. Stattdessen sendet der Brausegigant seinen Clip "Together is Beautiful" zu einem symbolischen und ebenfalls reichweitenstarken Zeitpunkt - nämlich kurz vor der US-Hymne, wenn sich die Familien im heimischen Wohnzimmer versammeln. So will Coca-Cola Haltung zeigen in einer Zeit, in der die amerikanische Nation gespalten ist. tt


stats