Studie von Dentsu Aegis

Deutschlands Marketing-Manager rechnen mit steigenden Werbebudgets

"Die Bedeutung von Marketing als zentraler Wachstumstreiber ist in der Unternehmensleitung angekommen", meint Ulrike Handel (DAN)
© Raimar von Wienskowski
"Die Bedeutung von Marketing als zentraler Wachstumstreiber ist in der Unternehmensleitung angekommen", meint Ulrike Handel (DAN)
Sechs von zehn Marketingverantwortlichen gehen von steigenden Werbebudgets aus - das ist das Ergebnis einer Umfrage von Dentsu Aegis Network unter 1.000 Marketingverantwortlichen aus zehn Ländern. Mehr als jeder Fünfte der Befragten glaubt sogar an Erhöhungen von über fünf Prozent. Am zuversichtlichsten sind die CMOs aus den Branchen Technologie, Automobil und Finanzen. Auch in Deutschland blicken die Marketer weitgehend positiv in die Zukunft.
Konkret rechnen 49 Prozent der CMOs aus Deutschland damit, dass ihr Budget in den nächsten 12 Monaten um bis zu fünf Prozent steigen wird. 16 Prozent von ihnen glauben sogar an einen höheren Anstieg.


Wenn es um die Definition des eigenen Jobs geht, meinen 65 Prozent der deutschen Marketing-Manager, dass sie als CMOs zum Unternehmenswachstum beitragen sollten. Das passt zu dem Studienergebnis, dass ein Viertel der Befragten ihren Wertbeitrag im Umsatzwachstum misst. Außerdem wollen die deutschen Marketer die effektive Markenführung sicherstellen (55 Prozent) und eine umfassende Customer Experience ermöglichen (54 Prozent).

Als erfolgsentscheidend für ihren Verabtwortungsbereich definieren 52 Prozent der deutschen CMOs für die kommenden zwei Jahren die Faktoren Kreativität und Ideenreichtum, jeweils 50 Prozent nennen digitales Marketing sowie Kundenerlebnisse und Design. Befragt nach den Mitteln mit dem größten Potenzial für die Zukunft, nennen die Marketing-Entscheider aus Deutschland vor allem Technologien wie Künstliche Intelligenz und Blockchain (29 Prozent).


Dass Daten und Marketing mittlerweile eng zusammenhängen, zeigt sich in einem anderen Studienergebnis: 79 Prozent der deutschen CMOs geben an, eine klare Datenstrategie zu verfolgen. Eingeschränkt wurde der freie Umgang mit Daten im Mai durch das Inkrafttreten der DSGVO. Der These, dass die Verordnung die direkte Beziehung zum Kunden bedroht, stimmen insbesondere die deutschen Marketing-Entscheider zu (67 Prozent). Darauf folgen Spanier und Amerikaner (jeweils 66 Prozent).

Als größte Bedrohung für die eigene Leistungsfähigkeit sehen die Deutschen vor allem Talentmangel in den eigenen Reihen (57 Prozent). "Eine Herausforderung ist definitiv der Arbeits- und Ausbildungsmarkt. Wir müssen uns als Gestalter einer offenen und vielfältigen Kultur begreifen, um sowohl junge Talente als auch erfahrene Fachleute für die Transformation und Digitalisierung unserer Unternehmen zu gewinnen und damit nachhaltig Erfolg sicherzustellen", so Ulrike Handel, CEO Dentsu Aegis Network Deutschland.

Der "Dentsu Aegis CMO Survey" wurde 2018 erstmalig durchgeführt. Befragt wurden 1.000 Marketing Manager von Unternehmen aus 13 verschiedenen Branchen wie Automotive, Finanzen, Lebensmittelindustrie, Retail und Technologie. Die teilnehmenden Executives stammen aus Australien, China, Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Russland, den USA und dem Vereinigten Königreich. bre
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