Channel

Die Wirkung von Mailings lässt sich durch E-Mails noch steigern
Canva
Studie

E-Mail-Reminder pushen Werbewirkung von Print-Mailings

Die Wirkung von Mailings lässt sich durch E-Mails noch steigern
E-Mail-Reminder können die Wirkung von Print-Mailings deutlich steigern. Das zeigt eine aktuelle Studie der Deutschen Post und dem Collaborative Marketing Club CMC. Demnach steigt die Conversion Rate durch den Versand von E-Mails signifikant. Die Reaktionen auf Mailings und der durchschnittliche Warenkorb-Umsatz entwickelten sich im zweiten Jahr der Corona-Pandemie generell positiv. 
von HORIZONT Online Dienstag, 24. August 2021
Alle Artikel
X
Für die Studie wurde in diesem Jahr vor allem das Zusammenspiel von Print-Mailings mit E-Mails untersucht. Dafür wurden drei Testgruppen gebildet. In der ersten Gruppe (Gruppe A) waren lediglich Empfänger der Print-Mailings. Die zweite Gruppe (Gruppe B) bildeten Kunden, die außerdem einen Newsletter abonniert haben. Die dritte Gruppe (Gruppe C) bestand aus Newsletter-Abonnenten, die zusätzlich die zwischen dem Versand und dem Empfang des Print-Mailings eine E-Mail-Vorankündigung (Preminder) erhielten und zwei bis vier Wochen nach dem Versand einen E-Mail-Reminder. 

Das Ergebnis: In der zweiten Gruppe, den Kunden mit Newsletter-Abo, war die Conversion Rate im Durchschnitt 21 Prozent höher als in der Vergleichsgruppe. Auch der Warenkorb war im Schnitt 17 Prozent größer. In der dritten Gruppe, die zusätzlich zwei E-Mail-Reminder bekam, stieg die Conversion Rate nach dem Preminder innerhalb von vier Tagen um 11 Prozent, und nach dem Versand des Reminder sogar um das Doppelte. Über den gesamten Kampagnenzeitraum war die Conversion Rate bei den Kunden, die neben dem Print-Mailing zusätzlich E-Mail-Werbung bekamern, um 15 Prozent höher. 

"Die neueste CMC Print-Mailing-Studie 2021 zeigt, dass es sich für Werbetreibende lohnt, die Wirkung ihrer Print-Mailing-Kampagnen durch die Kombination mit E-Mail-Werbung zu verstärken", erklärt Dirk Görtz, Vice President Dialogmarketing bei der Deutschen Post. "Das spricht auch für den Einsatz von Marketing-Automation-Systemen, die in der Lage sind, beide Kanäle kombiniert und aufeinander abgestimmt auszusteuern." 
Meist gelesen auf Horizont+
Christian Hain, Gründer und Geschäftsführer Collaborative Marketing Club CMC ergänzt: "Die bessere Performance bei Newsletter-Abonnenten gibt einen Hinweis darauf, dass es sich lohnt, Kunden im Vorfeld genauer zu analysieren und z. B. mit einer RFM-Analyse aufzuteilen. Die CMC Print-Mailing-Studie 2021 hat auch gezeigt, dass Newsletter-Abonnenten durchweg in den höherwertigen Kundengruppen verortet sind." 

Insgesamt lag die Conversion Rate  bei den 36 teilnehmenden Online-Händlern bei 6,8 Prozent und damit höher als im Vorjahr (4,9 Prozent). Auch der durchschnittliche Umsatz pro Warenkorb lag um 22 Prozent über dem Vorjahr, was laut der Deutschen Post vor allem am gestiegenen E-Commerce-Anteil während der Corona-Pandemie liegt. 

Für die CMC Dialogpost Studie 2021 wurden 36 Online-Händler gewonnen, die bislang keine oder wenig Print-Mailings eingesetzt hatten, darunter Ankerkraut, Bitterliebe, Fotopuzzle und Parfumdreams. Für die Shop-übergreifende Bewertung der Ergebnisse wurden nur Kunden angeschrieben, die innerhalb der letzten 12 Monate im jeweiligen Online-Shop gekauft hatten. Über den kundenindividuellen Gutschein-Code konnte die genaue Conversion Rate nach Zielgruppensegmenten ermittelt werden, sowie Standard-Kennziffern wie Zeitverlauf der Bestellungen, Warenkorb oder Return on Advertising Spend. Die Studie wurde zwischen dem 22. Oktober 2020 und 28. Februar 2021 (Feldzeit) durchgeführt.
    stats