"Stranger Things 3"

Warum Netflix in eine Shopping-Mall aus den 80ern entführt

Maya Hawke und Joe Keery als Eisverkäufer in einer Scoops-Ahoy-Filiale
© Netflix
Maya Hawke und Joe Keery als Eisverkäufer in einer Scoops-Ahoy-Filiale
Gerade erst hat Netflix seine Anleger mit überraschend schwachem Nutzerwachstum und hinter den Erwartungen zurückgebliebenen Umsatzzahlen enttäuscht. Da kommt die frühzeitige Werbeoffensive des Streamingdienstes für eine seiner größten Erfolgsserien gerade recht. Obwohl die dritte Staffel von "Stranger Things" erst für 2019 angesetzt ist, trommelt Netflix schon jetzt für die Mystery-Serie und entführt in einem Retro-Spot in eine Shopping-Mall aus den 1980ern.
Der 90-sekündige Clip, den Netflix in seinen Digitalkanälen verbreitet, ist ein fiktiver Werbespot für die "Starcourt Mall", die im Sommer 1985 in Hawkins, Indiana eröffnen soll. Wie jeder "Stranger-Things"-Fan weiß, ist das frei erfundene Städtchen Hawkins Schauplatz der Erfolgsserie, die im Frühjahr oder Sommer kommenden Jahres in die dritte Staffel geht. Und dann wird das Einkaufszentrum offenbar eine durchaus wichtige Rolle für die Weiterführung der Handlung spielen.


Das Voice-over des bunten Commercials preist zu knalliger Elektro-Musik aus den 80ern mit markigen Worten die Shops an, die in der Mall vertreten sein werden - darunter traditionsreiche und auch heute noch erfolgreiche Marken wie Burger King, Claire's, Gap, Sam Goody und Waldenbooks. Am Ende wird das Eis-Geschäft "Scoops Ahoy" beworben. Der Clou: "Stranger-Things"-Figur Steve Harrington (gespielt von Joe Keery) wirbt in dem Spot für "Scoops Ahoy", was nichts anderes bedeutet, als das er in der dritten Staffel einen neuen Job als Eisverkäufer hat. Zudem führt Netflix in dem Spot auch einen neuen Charakter ein: Robin, die gemeinsam mit Steve Harrington bei Scoops Ahoy arbeitet. Die Darstellerin des neuen Cast-Mitglieds, die 20-jährige Maya Hawke, ist übrigens die Tochter der Schauspieler Uma Thurman und Ethan Hawke.

Netflix setzt immer wieder auf den beliebten Retro-Faktor, um für "Stranger Things" zu trommeln. Erst vor wenigen Wochen bewarb das Unternehmen gemeinsam mit der Fahrradmarke Schwinn das Retro-Fahrrad von Serienfigur Mike mit einer klassischen Zeitungsanzeige sowie einem 30-sekündigen Onlinespot, der wie ein klassisches Infomercial aus den 80ern daherkam. tt
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