Volkswagen steigt mit WeShare in den Carsharing-Markt ein
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Volkswagen steigt mit WeShare in den Carsharing-Markt ein
Der Volkswagen-Konzern mischt in Berlin nun mit einem eigenen Angebot namens WeShare auf dem Carsharing-Markt mit. Rund 1500 vollelektrische Fahrzeuge können Verbraucher in der Hauptstadt ab sofort per App mieten. Das kündigte Christian Senger, Mitglied im Markenvorstand von Volkswagen, am Donnerstag an.
Anfang kommenden Jahres sollen weitere 500 Autos dazukommen. Zu Beginn soll das Geschäftsgebiet von WeShare rund 150 Quadratkilometer abdecken – vom Stadtzentrum bis über den S-Bahnring hinaus. Mit dem Wachstum der Fahrzeugflotte soll sich auch das Einsatzgebiet vergrößern. Wer das Angebot nutzen will, muss mindestens 21 Jahre alt sein sowie über ein Smartphone,  eine Kreditkarte, eine mindestens seit einem Jahr gültige Fahrerlaubnis und eine Meldeadresse in Deutschland verfügen. 


Den Schritt hatte Volkswagen bereits im vergangenen Jahr angekündigt. "Wir sehen das nicht als Konkurrenz oder als Ersatz für den öffentlichen Nahverkehr, sondern im Gegenteil, als sinnvolle Ergänzung", so Senger. Um das Angebot zum Laufen zu bringen, setzt VW zum Start Kaufanreize. So lockt der Autobauer Kunden ab sofort mit einem Tarif von 19 Cent pro Minute und dem Wegfall der einmaligen Registrierungsgebühr sowie der Flughafengebühr. Ab September will VW Tarife in drei Kategorien zu einem durchschnittlichen Minutenpreis von 29 Cent anbieten. 

Volkswagen will zum Laden seiner WeShare-Flotte das öffentliche Ladenetz Berlins nutzen, inklusive jetzt neu entstehender Ladepunkte an 70 Filialen der Lebensmitteleinzelhändler Lidl und Kaufland. Mit den Unternehmen der Schwarz Gruppe hat Volkswagen kürzlichz eine Partnerschaft abgeschlossen, um den Betrieb seiner elektrischen Flotte sicherzustellen und den Ausbau der Ladeinfrastruktur in öffentlichen Räumen im Rahmen seiner E-Mobilitäts-Offensive voranzutreiben. Die WeShare-Fahrzeuge werden anfangs bei niedrigem Batteriestand durch Service-Mitarbeiter von WeShare eingesammelt und geladen. Im späteren Betrieb will VW den Nutzern Anreize für das eigenständige Laden bieten. 


Mit WeShare greift VW auf einem umkämpften Markt an, auf dem auch die Autokonzerne BMW und Daimler bereits unterwegs sind. Beide haben ihre Dienste Car2Go und DriveNow jüngst zusammengelegt. Derzeit werden beide Dienste miteinander verzahnt.

Auch der Autovermieter Sixt sowie mehrere Start-ups sind auf dem Markt unterwegs. VW will sich vor allem über sein rein elektrisches Flottenangebot von der Konkurrenz abgrenzen. Dazu will der Wolfsburger Konzern zunächst das bestehende Ladenetz in Berlin nutzen, das derzeit aus etwa 800 Ladepunkten bestehe. mas/dpa
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