Sportsponsoring

Die Allianz wird weltweiter Olympia-Partner

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IOC-Präsident Thomas Bach und Allianz-Chef Oliver Bäte (v.l.)
© IOC / Greg Martin
IOC-Präsident Thomas Bach und Allianz-Chef Oliver Bäte (v.l.)
Nun ist es offiziell: Die Allianz wird ab 2021 "Worldwide Olympic Partner" des Internationalen Olympischen Komitees (IOC). Die Partnerschaft ist zunächst auf sieben Jahre angelegt. Der Münchner Versicherungskonzern erhofft sich von seinem Engagement, insbesondere jüngere Zielgruppen durch digitale Kommunikationskanäle besser zu erreichen.
Die Allianz kann sich damit im Rahmen der Olympischen Winterspiele in Peking 2022 und 2026 (noch kein Austragungsort bekannt) sowie der Olympischen Spiele in Paris 2024 und Los Angeles 2028 präsentieren. Bereits ab dem kommenden Jahr verfügt die Allianz über Vermarktungsrechte in China, Frankreich und Spanien.


Im Rahmen der Partnerschaft werde die Allianz Versicherungslösungen nicht nur für die Olympischen Spiele, sondern auch für die nationalen Olympischen Komitees sowie die jeweiligen Olympiateams und einzelne Athleten zur Verfügung stellen, wie die Münchner mitteilen. Wie viel der Versicherungskonzern dafür auf den Tisch legt, wurde nicht mitgeteilt. Das "Handelsblatt" hatte berichtet, das Paket koste weniger als eine halbe Milliarde Euro. Die Allianz wollte diese Zahl auf Nachfrage nicht kommentieren. Bei der Partnerschaft verbindet die Allianz sowie das IOC laut Pressemitteilung ein gemeinsames Ziel: "Den Sportsgeist zu nutzen und über digitale Kanäle, etwa den 'Olympic Channel' des IOC, jüngere Zielgruppen anzusprechen." Über die direkte Kommunikation mit jüngerem Publikum könne die Allianz deren Versicherungsbedarf bedienen, heißt es in der Mitteilung.

Dass die Allianz in ihrer Kommunikation den Olympic Channel des IOC hervorhebt, dürfte ein Zeichen dafür sein, dass das Unternehmen die Olympischen Spiele nicht als alle zwei Jahre stattfindende Plattform betrachtet, sondern eher als Ganzjahresthema. Die Einrichtung des Olympischen Kanals vor zwei Jahren verfolgte auch genau dieses Ziel: Den olympischen Sportarten eine permanente Abspielfläche zu bieten. "Über die digitalen und sozialen Kanäle des IOC können wir mehr Menschen als je zuvor ansprechen und ihnen unsere Expertise anbieten", sagt Allianz-Vorstandschef Oliver Bäte.
„Über die digitalen und sozialen Kanäle des IOC können wir mehr Menschen als je zuvor ansprechen und ihnen unsere Expertise anbieten.“
Allianz-Chef Oliver Bäte
Die Allianz war bislang Partner des Paralympischen Komitees. Durch eine Vereinbarung des IOC mit dem Gremium werden die Sponsoren des IOC auch Partner der Paralympischen Spiele, bei der Sportler mit Behinderungen antreten. Das weitere Sponsoring-Engagement der Allianz umfasst unter anderem Fußball (u.a. Bayern München und mehrere Stadionpartnerschaften), Golf und E-Sports. Zum Sponsoren-Programm des IOC gehörten bislang Coca-Cola, Alibaba, Atos, Bridgestone, Dow Chemical, General Electric, Intel, Omega, Panasonic, Procter & Gamble, Samsung, Toyota und Visa. Die Ebene des Versicherungspartners war zuletzt vakant. In der Olympischen Periode zwischen 2013 und 2016 erlöste das IOC aus Sponsoring rund eine Milliarde Dollar. ire
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