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Puma wächst weiter - und kehrt in die NBA zurück

Blick aufs Puma-Hauptquartier in Herzogenaurach
© Puma
Blick aufs Puma-Hauptquartier in Herzogenaurach
Puma befindet sich weiter im Aufwind. Das vor einigen Jahren noch schwer angeschlagene Sportartikel-Unternehmen aus Herzogenaurach konnte im vergangenen Jahr sowohl beim Umsatz als auch beim Gewinn weiter wachsen. Um die Begehrlichkeit der Marke weiter zu erhöhen, hat Puma eine Reihe neuer Parnerschaften geschlossen - eine davon hat besonders große strategische Bedeutung.
Zunächst zu den Finanzkennzahlen für das Gesamtjahr 2018: Puma schloss das Jahr mit einer Umsatzsetigerung von 17,6 Prozent auf 4,65 Milliarden Euro ab. Das operative Ergebnis (EBIT) verbesserte sich um 38 Prozent auf 337 Millionen Euro, um den gleichen Wert wuchs das Konzernergebnis, das zum Jahresende 187,4 Millionen Euro betrug.


CEO Björn Gulden zeigt sich mit dem Geschäftsverlauf sehr zufrieden. "Dies ist ein Zeichen unserer starken Wachstumsdynamik. Der Zuwachs im zweistelligen Prozentbereich in allen Regionen ist Beweis dafür, dass wir die Marke Puma weltweit gestärkt haben, und das zweistellige Wachstum in allen Produktsegmenten zeigt, dass wir unser Produktangebot weiter optimiert haben. Wir müssen immer noch viel verbessern, aber wir bewegen uns mit unserer Marke und unserem Unternehmen in die richtige Richtung."

Eine wichtige Rolle auf diesem Weg spielt das Marketing. Puma hat dem Geschäftsbericht zufolge im vergangenen Jahr 13,2 Prozent mehr für die Bereiche Marketing und Retail ausgegeben als im Vorjahr, nämlich 931,2 Millionen Euro. So hat das Unternehmen etwa die Fußball-WM kommunikativ begleitet, das Portfolio an Markenbotschaftern um Fußball-Stars wie Luis Suarez (FC Barcelona), Vincent Kompany (Manchester City), Axel Witsel (Borussia Dortmund) und David Silva (Manchester City) erweitert und die Anti-Rassimsus-Kampagne #Reform gestartet.
„Wir müssen immer noch viel verbessern, aber wir bewegen uns mit unserer Marke und unserem Unternehmen in die richtige Richtung.“
Björn Gulden
Auch im Onlinehandel hat Puma eigenen Angaben zufolge einen Sprung nach vorn gemacht: "Unser E-Commerce-Geschäft verzeichnete im Jahr 2018 ein stark überdurchschnittliches Wachstum", teilt das Unternehmen mit - konkrete Zahlen nennt Puma gleichwohl nicht. Besonders erfolgreich sei man am Singles Day in China sowie am Black Friday und Cyber Monday gewesen.


Das Jahr 2019 will Puma ebenfalls mit einem Plus bei Umsatz - geplant sind hier 10 Prozent - und beim Ebit (zwischen 395 und 415 Millionen Euro) abschließen. Dabei helfen sollen eine Reihe neuer Partnerschaften. So haben die Herzogenauracher Verträge mit Torwart Jan Oblak (Atlético Madrid), dem FC Ingolstadt und dem deutschen Handball-Spitzenclub Rhein-Neckar Löwen geschlossen.

Besonders große Wirkung dürfte man sich bei Puma aber von der neuen Kooperation mit der amerikanischen Basketball-Profiliga NBA erhoffen. Mit der US-Profiliga hat Puma eine "mehrjährige Partnerschaft" geschlossen, die die Raubkatzen-Marke dazu berechtigt, offizielle NBA-Merchandising-Artikel herzustellen. Außerdem soll Puma Inhalte kreieren, mit denen sich die Geschichte der NBA und ihrer Athleten besser erzählen lässt, wie die Liga mitteilt. "Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit der NBA, um Puma in unserem Wiedereintritt in den Basketballmarkt auf die nächste Stufe zu bringen", sagt Adam Petrick, Global Director of Brand und Marketing. "Diese Partnerschaft ist ein Beweis für das anhaltende Wiederaufleben von Puma in der Basketballbranche." Das Unternehmen war im vergangenen Jahr in den Basketball zurückgekehrt: Das Modell Clyde Court Disrupt war der erste Basketballschuh von Puma seit 20 Jahren. Außerdem hatten die Herzogenauracher Rap-Superstar Jay-Z als Creative Director Basketball verpflichtet.

Die NBA-Partnerschaft könnte dabei helfen, die Position von Puma gegenüber den weit enteilten Konkurrenten Nike und Adidas auf dem nordamerikanischen Markt zu stärken. In der Gesamtregion Amerika konnte Puma den Umsatz im vergangenen Jahr zwar um 16,9 Prozent auf 1,61 Millliarden Euro steigern und in Nordamerika zweistellig wachsen - Ortsrivale Adidas verdiente jedoch allein in den ersten Sechs Monaten des Jahres 2018 in Nordamerika 2,12 Milliarden Euro. ire

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