Spätzünder auf Facebook

Die Social-Media-Strategie von Aldi Nord

Matthias Kräling ist Manager Social Media bei Aldi Nord
© Aldi Nord
Matthias Kräling ist Manager Social Media bei Aldi Nord
Oktober 2019: Aldi Nord startet einen Facebook-Auftritt. Nicht nur Marketingprofis werden sich angesichts dieser Schlagzeile gefragt haben, ob dieser Schritt nicht ein bisschen spät kommt. Warum der Lebensmitteleinzelhändler das soziale Netzwerk jetzt erst für sich entdeckt und welche Rolle Facebook in der Social-Media-Strategie von Aldi Nord spielt.

Wer die Facebook-Seite von Aldi Nord zum ersten Mal ansteuert, dürfte überrascht sein: Bis auf Titel- und Profilbild gibt es in der Chronik der Seite keine weiteren Inhalte. Das ist allerdings kein Versäumnis, sondern hat schon seine Richtigkeit: Das Unternehmen setzt auf Facebook ausschließlich auf so genannte Dark Ads. Das sind Anzeigen, die im Newsfeed nur für bestimmte User zu sehen sind und sich auf die jeweiligen Interessen des Betrachters anpassen lassen.

Spätestens seit dem US-Wahlkampf 2016, als eine von Russland aus gesteuerte Desinformationskampagne den Wahlausgang beeinflussen sollte, haben Dark Ads nicht mehr den besten Ruf. Das gilt aber vor allem für politische Werbung – für werbungtreibende Unternehmen kann das Format helfen, spitze Zielgruppen passgenau anzusprechen.

Genau das will Aldi auf Facebook versuchen. Und zwar mit einer vor allem auf Preis und Produkt ausgerichteten Kommunikation (siehe eingebetterter Facebook-Post unten). Beworben werden zum Beispiel Aktionsartikel, die thematisch gebündelt und zu einer Produktwelt zusammengefasst werden, ohne dabei großen Content drum herum zu platzieren.

Die große Frage ist: Warum entdeckt Aldi Nord Facebook erst jetzt?

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