Socialbakers Report

Wie die Coronakrise das Influencer Marketing verändert

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Viele Marken setzten vermehrt auf kleinere Influencer
© Fotolia / Daniel Ernst
Viele Marken setzten vermehrt auf kleinere Influencer
Influencer Marketing gilt als eine der Trend-Disziplinen des modernen Marketings. Doch die Coronakrise hat auch in diesem Bereich Spuren hinterlassen. Laut dem State of Influencer Marketing Report von Socialbakers ist die Zahl der Marken, die auf Instagram mit Influencern zusammenarbeiten, während der Pandemie eingebrochen. Auch die Effizienz der Maßnahmen ist rückläufig. Viele Marken setzen aus Kostengründen zudem stärker auf Influencer mit weniger Followern. 
Die von Socialbakers erhobenen Daten der vergangenen drei Monate zeigen unter anderem einen deutlichen Rückgang der von Marken gesponserten Inhalte bei Instagram. Auch die Zahl der Unternehmen, die überhaupt mit Influencern kooperieren, ist zurückgegangen. Im April 2020 sank die Zahl der Marken, die bei Instagram auf Influencer setzen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum demnach um 37 Prozent. Die Zahl der mit dem Hashtag #Ad gekennzeichneten Posts sank im gleichen Zeitraum um 30 Prozent. 
Die Zahl der Marken, die mit Influencern kooperieren, sinkt
Die Zahl der Marken, die mit Influencern kooperieren, sinkt
Auch die Effizienz von Influencer-Kampagnen, also die Zahl der durchschnittlichen Interaktionen auf Influencer-Marken-Posts, war zuletzt rückläufig. Während die Branchen Gesundheitswesen, Finanzen, Telekommunikation und Hotels noch gute Werte erzielen konnten, taten sich die Branchen Auto, Sportartikel und Fluggesellschaften schwer, effiziente Influencer-Kampagnen umzusetzen.


Laut Socialbakers scheinen besonders kleine Marken beim Influencer Marketing zuletzt die großen Gewinner zu sein. Sie erzielten mit ihren Influencer-Kampagnen und der Zusammenarbeit mit kleinen und auch größeren Influencern die höchste Effizienz. 

Ein weiterer Trend: Marken setzen angesichts knapper Budgets stärker auf Influencer mit geringeren Reichweiten. In den letzten 16 Monaten wurden etwa 40 Prozent aller analysierten Partnerschaften mit Mikro-Influencern geschlossen. Von allen Markenkooperationen, die von Socialbakers analysiert wurden, waren fast 94 Prozent Influencer mit weniger als 100.000 Followern. 
Die Zahl der Kooperationen mit Mikro-Influencern (lila) steigt
Die Zahl der Kooperationen mit Mikro-Influencern (lila) steigt
"Trotz der wirtschaftlichen Auswirkungen von COVID-19 investieren Marken immer noch in Influencer-Marketing, um ihre Zielgruppen zu erreichen, aber mit einem deutlich anderen Ansatz", analysiert Yuval Ben-Itzhak, CEO von Socialbakers, die Ergebnisse. "Nano- und Mikro-Influencer werden heute als hochwertige Ressourcen gesehen, die ohne den hohen Preis von Makro- und Mega-Influencern große Wirkung erzielen. Da die Budgets nach wie vor knapp bemessen sind, werden kluge Marken im Zuge der anhaltenden weltweiten Pandemie als Teil einer intelligenten Social-Media-Strategie voraussichtlich weiterhin Partnerschaften mit kleineren Influencern ausbauen." dh
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