Social-Media-Ranking

Wie die Autohersteller im Juni auf Facebook performt haben

Audi ergatterte die Nummer 1 im Ranking
© Storyclash
Audi ergatterte die Nummer 1 im Ranking
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Geht es um Social-Media-Performance, war Audi im Juni das Maß aller Dinge - zumindest auf Facebook. Der Ingolstädter Premium-Hersteller hatte in diesem Monat unter allen Auto-Marken, die eine deutschsprachige Facebook-Seite betreiben, die meisten Interaktionen. Das geht aus einer Auswertung des auf Social-Media-Monitoring spezialisierten Unternehmens Storyclash hervor.
Insgesamt brachte es Audi auf 133.899 Reactions, Shares und Kommentare. Besonders gut kamen die Beiträge zum Modell Q8 an. Ein Album zu dem SUV brachte es auf insgesamt über 12.000 Interaktionen, das Promo-Video, das Audi Deutschland am 22. Juni auf seiner Seite hochlud, kommt auf mehr als 4.400 Interaktionen. Audi untermauert damit seinen Status als stärkste deutsche Automarke (Untersuchung von System1 Research). Bei dem Ranking werden nicht nur die Likes und Kommentare auf der  jeweiligen Seite gezählt, sondern auch die Reaktionen, die generiert werden, wenn jemand die URL des Beitrags postet.



Die etwas überraschende Nummer 2 des Rankings ist - ganz dem Claim der Marke "The Power to Surprise" entsprechend - Kia. Die Südkoreaner hatten im Juni allerdings auch einen guten Anlass, um auf Facebook Gas zu geben: Gemeinsam mit Hyundai ist der Hersteller Sponsor der Fußball-Weltmeisterschaft in Russland. Der Beitrag von Kia vor dem Spiel Deutschland gegen Schweden war mit fast 20.000 Interaktionen die Nummer zwei der erfolgreichsten Foto-Posts im Juni. Nur Volkswagen mit einer farbenfrohen Bulli-Parade kam auf einen höheren Wert. 
Das Beispiel Kia zeigt allerdings auch ganz gut die Crux des Storyclash-Rankings. Denn die Autohersteller fahren auf Facebook unterschiedliche Strategien. Anders als Kia hat Mercedes-Benz für sein DFB-Engagement eine eigene Seite eingerichtet. Die dort veröffentlichten Inhalte werden auf der deutschen Markenseite nur sporadisch geteilt. Würde man die Interaktionen, die Mercedes-Benz auf "Der nächste Stern für Deutschland" erhält, der zentralen Facebook-Seite zurechnen, stünde die Marke im Ranking mit Sicherheit wesentlich höher als auf Rang sieben.
Ebenfalls berücksichtigt werden muss, dass zum Beispiel Porsche keine deutschsprachige Facebook-Seite unterhält, sondern eine so genannte Global Page bespielt. Die Marke, deren Name bei Autofans einen Ruf wie der Donnerhall hat, hätte sich im Ranking vermutlich in der Top 10 platziert. ire