Social-Media-Kampagne

Eine für Alle: Alle für die Autobahn

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© Deutsche Autobahn
Freunde der nach oben offenen PS-Zahl schätzen sie als Straße, auf der sie ohne Geschwindigkeitsbegrenzung durchtreten können. Viele beklagen ihren Zustand und die ständigen Baustellen. Und bei wieder anderen hält sich hartnäckig die Legende, sie sei eine Erfindung von Adolf Hitler, obwohl ihre Ursprünge deutlich vor dessen Zeit lagen: die deutsche Autobahn. Ein gutes Images ist das alles nicht. Eine Social-Media-Kampagne soll das jetzt ändern: Die Deutsche Autobahn GmbH startet eine große Social-Media-Kampagne für das Verkehrsnetz.
Es ist nicht die erste Berührung mit Kommunikationsarbeit für die GmbH, die 2018 gegründet wurde. Im vergangenen Sommer startete sie unter erschwerten Pandemiebedingungen eine bundesweite Recruiting-Kampagne. Entstanden ist das Unternehmen aus einer groß angelegten Reform, die die Autobahnverwaltung national vereint, schnelleres Planen und Bauen, weniger Staus und mehr einheitliche Informationen für die Autofahrer möglich machen soll.


Die Kampagne, die jetzt auf Facebook, Twitter, Instagram und LinkedIn veröffentlicht wird, setzt nun auf Grundsätzliches: Ziel sei es, "das Produkt Autobahn der breiten Öffentlichkeit" zu präsentieren. Der Claim: "Die Autobahn. Eine für alle."

Dieser musketiersche Gemeinschaftsanspruch lässt aufhorchen, meint man sich doch zu erinnern, dass es für Fußgänger, Radfahrer und auch weniger schnelle Gefährte klare Verbote gibt, sich überhaupt auf die Autobahn zu begeben. Von "für alle" kann da eigentlich keine Rede sein.
© Deutsche Autobahn
„Die Kampagne soll informieren sowie Aufmerksamkeit, Reichweite und Akzeptanz in der Bevölkerung schaffen“, sagt Maike Latarius, die das Kampagnenprojekt bei der von Deutsche Autobahn beauftragten Agentur AltCramer verantwortet. Die Autobahn sei jetzt erstmals selbst eine Marke – das bringe neue Anforderungen an die Kommunikation mit sich. Originelle visual Statements, smarte Spitzen und bisher unbekannten Details sollen dabei in den Fokus gerückt werden. Ob der einzelne Bauarbeiter auf einem Twittermotiv dabei gut ankommt, wenn die Autofahrer das nächste Mal im Baustellenbereich im Stau stehen, bleibt aber doch abzuwarten.  son
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