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HORIZONT
Snapchat-Studie

Wie sich die Generation Z in sozialen Medien kreativ austobt

Die Generation Z, die überwiegend aus Menschen besteht, die zwischen 1997 und 2012 zur Welt gekommen sind, gehört aktuell wohl zu der begehrtesten Zielgruppe der Werbebranche. Und zwar, weil sie als erste Generation voll digital aufgewachsen und das Smartphone quasi an ihrer Hand festgewachsen ist. Nicht ganz uneigennützig hat nun Snapchat eine Studie über eben diese Generation Z veröffentlicht. Die Ergebnisse spielen dem Unternehmen - natürlich - in die Karten.
von Giuseppe Rondinella Donnerstag, 13. Juni 2019
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Die Generation Z gilt als erste Generation, deren Angehörige wirklich als Digital Natives bezeichnet werden können. Sie wurden in eine High-Tech-Welt hineingeboren und finden sich im Internet bestens zurecht. Das Smartphone ist der zentrale Dreh- und Angelpunkt ihres Lebens - im Schnitt verbringen sie mehr als vier Stunden am Tag mit den mobilen Geräten. Kaum ein Vertreter dieser Altergruppe, der kein Smartphone besitzt.


Kein Wunder also, dass sich Werbungtreibende aktuell um diese jungen Frauen und Männer reißen. Und weil viele GenZ-Vertreter kaum noch über klassische Medien, sondern zunehmend nur noch über die sozialen Medien zu erreichen sind, hat nun Snapchat in Zusammenarbeit mit JWT Intelligence einen genaueren Blick darauf geworfen, wie diese Generation eigentlich tickt und ihre Kreativität auslebt.

Fragt man sie beispielsweise, wie die Generation Z ihre Freizeit im Internet verbringt, antwortet die Hälfte von ihnen mit mindestens einer kreativen Tätigkeit, etwa Bilder bearbeiten und Memes erstellen. Die meisten von ihnen sind zudem der Meinung, dass soziale Netzwerke die geeignetsten Plattformen sind, um eben diese kreativen Tätigkeiten auszuüben. Heißt: In der Generation Z wird Kreativität heutzutage vor allem digital ausgelebt.


Für den Studienmacher Snapchat sind das - wohl nicht ganz zufällig - erfreuliche Nachrichten. Immerhin brüstet sich das Unternehmen um CEO Evan Spiegel seit jeher damit, seinen Nutzern eine App anzubieten, mit der sie sich kreativ austoben sollen. Wenn es um die Bearbeitung von Bildern und Videos sowie die Anreicherung dieser mit Text, Emojis und Co geht, gilt Snapchat tatsächlich als Pionier unter den Social-Media-Apps. Facebook, Instagram und Whatsapp sind daraufhin nachgezogen und hatten ihre Apps entsprechend weiterentwickelt.

Von allen in der Studie abgefragten Apps (Snapchat, TikTok, Youtube, Twitter, Tumblr, Facebook und Instagram), behauptet die Mehrheit der Teilnehmer, dass Snapchat am besten dafür geeignet sei, Bilder und Videos zu erstellen, sie anschließend mit Freunden zu teilen und mit ihnen zu kommunizieren. Vor allem die vom chinesischen Betreiber Bytedance stammende Plattform TikTok gehört aktuell zu den ärgsten Wettbewerbern von Snapchat.

Bei Snapchats Mutterkonzern Snap läuft es seit geraumer Zeit wieder etwas besser. Das Unternehmen hatte erstmals nach drei Quartalen wieder Nutzer dazugewonnen. Der Zuwachs könnte ein Zeichen dafür sein, dass Snapchat nach mehrfacher Umgestaltung der App die richtige Lösung gefunden hat. Außerdem gelang es der Firma, die Version der App für das meistgenutzte Smartphone-System Android nach monatelangen Problemen zu verbessern. Die Zahl der täglich aktiven Nutzer stieg im ersten Quartal binnen drei Monaten um 4 Millionen auf 190 Millionen. ron

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