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Der Black Friday wird in diesem zweiten Krisenjahr für viele Händler zur Bewährungsprobe
IMAGO / Hans Lucas
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Wie Influencer Marketing am Black Friday den Unterschied machen kann

Der Black Friday wird in diesem zweiten Krisenjahr für viele Händler zur Bewährungsprobe
Mit dem Black Friday und dem Cyber Monday am 26. und 29. November beginnt die heiße Phase des Weihnachtsgeschäfts. Angesichts der unzähligen Sonderangebote und Aktionen ist es für Unternehmen nicht einfach, sich von der Konkurrenz abzuheben. Wie Marken mithilfe von Influencer Marketing mit ihren Angeboten zu den Konsumenten durchdringen können, erklärt Jan Homann, CEO des Brandtech Unternehmens Eqolot, in fünf Schritten. 
von Jan Homann, Eqolot Dienstag, 23. November 2021
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Die Vorbereitungen für die Weihnachtszeit laufen aktuell auf Hochtouren - vor allem in der Marketingwelt. Die zwei wichtigsten Tage vor dem großen Fest selbst: Black Friday und Cyber Monday. Beide Aktionstage haben sich im Laufe der letzten Jahre zu einem globalen Phänomen entwickelt. 2020 wurde der Umsatz vom Handelsverband Deutschland (HDE) auf rund 3,7 Milliarden Euro geschätzt. Und auch in diesem Jahr rechnen die Einzelhändler in Deutschland mit milliardenschweren Einnahmen. Dabei sein ist alles? Nicht ganz. Denn als Unternehmen und Händler muss man auch auffallen. Am besten gelingt das mit kreativen Ideen und Influencer*innen. Vor allem wenn die Zielgruppe aus Millennials und Gen-Z-Kund:innen besteht. In fünf Schritten kann es gelingen. 

1. Rechtzeitige Planung für eine stressfreie Vorweihnachtszeit

Das A und O für den Erfolg ist die rechtzeitige Planung der Maßnahmen. Am Black Friday und Cyber Monday sind gute Influencer*innen schnell ausgebucht – wer da zu spät kommt, verpasst das beste. Und auch die Kampagnen sollten früh genug starten, um nicht im Getümmel unterzugehen. Ein Thema, das besonders in diesem Jahr nicht zu unterschätzen ist: der Produktversand – ein echter Zeitfresser und bestimmt auch für kommende Feiertage wie Valentinstag und Ostern 2022 nicht unbedeutend. Am besten plant man Konzeption, Strategie und Organisatorisches mindestens zwölf Wochen vorher – so vermeidet man Stress und verbessert die Ergebnisse der Kampagnen. 

2. Maßnahmen ja, aber nicht zu viele

Die Anzahl der verfügbaren Formate, die Influencer*innen nutzen können, hat sich in den letzten Jahren fast verdoppelt. Vor allem auf Instagram. Es muss zu Black Friday und Cyber Monday jedoch nicht immer das riesige Paket an Content sein. Statt einer Vielzahl an Postings, Reels und Storys zu planen, sollte man sich fragen: Welches Content-Format zahlt auf das gewünschte Kampagnenziel ein, was passt wirklich zu meiner Marke und womit erreiche ich die meisten potenziellen Kund*innen? Bei Produkten, die näher erklärt werden müssen, sind Format-Kombinationen sehr effektiv. Geht es um schnelldrehende Online-Produkte reicht hingegen oft der Einkauf einer Story von drei bis fünf Frames auf Instagram. Das kommt auch dem Budget zugute.

3. Kontext vor Größe

Viele sprechen im Zusammenhang von Influencer*innen nur von Follower*innen – diese Kennzahl allein ist jedoch kaum aussagekräftig. Je nach Kampagnenziel gibt es unterschiedliche KPIs und Kriterien, die bei der Influencer*innen-Auswahl in den Fokus rücken sollten: Netto-Impressionen auf Storys und Posts, Engagement-Raten oder auch demografische Daten zur Community oder dem Kontext. Im Influencer-Marketing sind neben dem qualitativen Match zwischen Marke und Influencer*in auch die spezifischen KPIs des Channels wichtig. So eignen sich einige Profile perfekt für den direkten Verkauf, andere für Branding oder Product-Education. Dabei sollte man eine Haupt-KPI festlegen, die auf das Kampagnen Ziel einzahlt. Versucht man mehrere Ziele gleichzeitig zu erreichen, erreicht man häufig keines davon. 

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4. Mehr als nur kreativer Content

Um sich in der Masse der Angebote abzuheben, ist kreativer Content ein Muss. Verbunden mit einer Message oder einer zusätzlichen Info die Königsklasse. Die Frage, die dabei beantwortet werden sollte, ist: Welche kreative Kampagnen-Plattform dürfen Influencer*innen nutzen, um ihrer Community authentisch und in ihren eigenen Worten und ihrem Content-Style Produkt und Marke zu präsentieren? Eine kreative Kampagnenplattform und ein hoher Freiheitsgrad ohne zu viele Restriktionen für die Influencer*innen ist hierbei die Gratwanderung, auf die sich die Marken begeben. 

5. Rabatte für Rabatte

Rabattcodes sind im Influencer Marketing heute kaum noch wegzudenken. Im Storytelling integriert können Gutschein – wenngleich sie nicht in jeder Kampagne sinnvoll sind – insbesondere bei verkaufsgetriebenen Kampagnen die Conversions steigern. Bei der Konzeption sollte man sich die Frage stellen: Was würde mich selbst als Adressaten ansprechen? Einfach nur ein zusammenhangloser Rabattcode oder aber eine schöne Story dazu? Beispielsweise die Lieblingsinfluencerin/der Lieblingsinfluencer, die/der einen Pizzabackofen für Zuhause vorstellt, der bereits bei einem schönen Abend mit Freunden und selbstgemachter Pizza getestet wurde. Und kurz darauf gibt es einen entsprechenden Code – Was findet man wohl sympathischer? Eine Story, die Spaß macht und es den Influencer*nnen zudem ermöglicht, ihren Follower*innen ein gutes Angebot zu machen. 

Ein weiterer positiver Effekt von Rabattcodes: Sie können gut nachverfolgt, der Erfolg der Kampagne somit auch für solche Käufe gemessen werden, die beispielsweise aufgrund eines Cookie Opt-out sonst nicht gemessen werden könnten. 

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