September-Auswertung

Das sind die Top 20 Werbespender in Deutschland

Tipico mit Testimonial Oliver Kahn fuhr die Spendings massiv hoch
© Tipico
Tipico mit Testimonial Oliver Kahn fuhr die Spendings massiv hoch
Trotz der guten wirtschaftlichen Lage legt der deutsche Werbemarkt nicht zu. Mit rund 21,8 Milliarden Euro liegen die Ausgaben der Werbungtreibenden Ende September fast auf Vorjahresniveau. Das zeigen die aktuellen Nielsen-Zahlen. Stark unterwegs sind Tipico und Telefonica.
Vielleicht liegt es an den weltpolitischen Unsicherheiten, vielleicht liegt es am Sparkurs in manchen Unternehmen oder schlicht einfach daran, dass Gelder in Kanäle fließen, die von Nielsen nicht erfasst werden. Ins Content Marketing beispielsweise oder in Search. Fakt ist: Der deutsche Werbemarkt stagniert weiter. Rund 21,8 Milliarden Euro haben die Unternehmen in den ersten neun Monaten brutto in die Werbung investiert. Das ist praktisch die gleiche Summe wie im Vorjahreszeitraum - und das trotz guter wirtschaftlicher Rahmenbedingungen.


Die Top 20 Werbespender von Januar bis September 2018

Quelle: Nielsen

So gehören Telekom, Beiersdorf und Unilever zu den Unternehmen, die in der Nielsen-Statistik am stärksten reduziert haben. Unilever beispielsweise hat bei den Publikumstiteln rund 6,6 Millionen Euro aus dem Markt genommen. Beim Fernsehen steht bei der Telekom ein Minus von 27,6 Millionen Euro in den Büchern. Noch stärker hat die Waschmittel- und Reinigungssparte von Henkel gekürzt - und zwar um 37 Millionen Euro. Die Folge: Die Gattung TV stagniert mit rund 10,2 Milliarden Euro.

Allerdings halten beispielsweise Procter & Gamble mit einem Plus von fast 50 Millionen Euro und eben auch Telefonica mit Mehrausgaben von fast 27 Millionen Euro dem Medium die Treue.
So lief der Werbemarkt bis Ende September bei den Gattungen
© Nielsen / Web
So lief der Werbemarkt bis Ende September bei den Gattungen
Bei den Zeitungen sind Pharma SGP, ein OTC-Hersteller aus Gräfelfing  bei München, und Händler wie Aldi, Lidl und Norma stark unterwegs. Hier liegen die Steigerungen bei knapp 58 Millionen Euro, 9,2 Millionen und jeweils rund 8,5 Millionen Euro. Doch zu den Top-5 Zeitungswerbern gehört auch Facebook. Das soziale Netzwerk nutzt die Titel, um für mehr Vertrauen zu werben. Heißt in Zahlen: ein Plus von rund 23 Millionen Euro. Dagegen haben Kaufland und Rewe hier ihre Aktivitäten um 27 Millionen Euro und 25 Millionen reduziert.


Bei Facebook könnten die Gelder für die Mehrausgaben bei Zeitungen und bei Out of Home (Steigerung um 13,5 Millionen Euro) aus den digitalen Kanälen kommen. Hier meldet Nielsen ein sattes Minus von über 23 Millionen Euro. Damit ist Facebook die Nummer 1 bei den Ausgabenkürzern in diesem Kanal, vor Ebay mit Minus 17 Millionen und Aldi mit Minus 11 Millionen Euro. Dagegen sind Banner für Tipico weiter eines der wichtigsten Werbemittel. Der Online-Wettanbieter hat hier knapp über 44 Millionen Euro mehr investiert. mir
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