Scheine für Vereine

Wie Rewe und Thomas Müller den Amateursport unterstützen wollen

Thomas Müller dient im Rewe-Spot als Spielerbank
© Rewe
Thomas Müller dient im Rewe-Spot als Spielerbank
Rewe startet eine umfangreiche Kampagne, um über das Engagement des Einzelhändlers für den deutschen Amateursport zu informieren: Bei der Aktion "Scheine für Vereine" können Rewe-Kunden so genannten Vereinsscheine erstehen, deren Gegenwert Vereine in Ausstattung oder Infrastruktur investieren können. In der Kampagne steht Fußball-Weltmeister Thomas Müller Pate für die Aktion.
Der 30-Jährige lernte das Kicken bereits im zarten Alter von vier Jahren beim TSV Pähl, wo er heute noch Mitglied ist. Das Dorf in Oberbayern bildet deswegen auch die Kulisse für den Rewe-Spot. Darin muss Müller als Spielerbank für die Knirpse der örtlichen Fußall-Abteilung herhalten. Mit Vereinsscheinen von Rewe könnte sich der Verein auch weitere echte Bänke zulegen, so die Botschaft. 
Müller und der TSV Pähl sind aber nicht die einzigen Botschafter der Aktion. In einem weiteren Video zeigen die Basketballer vom ETV Hamburg auf humorvolle Art und Weise, dass sie ganz dringend einen neuen Basketballkorb brauchen. Insgesamt bewirbt Rewe "Scheine für Vereine" mit sechs Spots im TV und in adaptierter Version online sowie in sozialen Netzwerken. Für die Kreation zeichnet Thjnk Hamburg verantwortlich. Produziert wurden die Spots von Markenfilm Crossing unter der Regie von The Dons. Die Mediaagentur ist OMD Düsseldorf.


Und so funktioniert das Ganze: Noch bis zum 15. Dezember können Kunden ab einem Einkaufswert von 15 Euro je einen Vereinschein erwerben - unabhängig davon, ob der Kauf in der Filiale oder online stattfand. Den Vereinsschein kann der Käufer dann in der Rewe-App oder auf der Website des Händlers einem dort aufgelisteten Verein zuordnen. Laut Rewe stehen etwa 92.000 Vereine zur Auswahl. Die Vereine wiederum müssen sich bis spätestens 31. Dezember bei Rewe registrieren, dann können sie die Vereinsscheine, die sie bekommen haben, bis zum 31. Januar 2020 bestellen.
Ingsgesamt lässt sich Rewe die Aktion einiges kosten. Denn zu den Mediaspendings kommen noch die Kosten für die Prämien hinzu, die die teilnehmenden Vereine erstehen können. Zu den mehr als 80 Prämien, die Rewe ausgibt, gehören etwa ein Satz neuer Bälle, Laufbänder, Tischkicker, Mannschaftstrikots oder ganze Basketball-Anlagen. Auch ein Weber-Grill ist Teil des Angebotes. Unternehmensangaben zufolge haben die Prämien einen Wert von ungefährt neun Millionen Euro.

Theoretisch macht das knapp 100 Euro pro aufgelistetem Verein. Noch größer wird der Konkurrenzdruck dadurch, dass die Clubs selbst Teil der Kampagne werden können. Ab dem 21. Oktober können sie auf der Kampagnenseite rewe.de/scheinefürvereine personalisierbare Plakate oder GIFs im Rewe-Look erstellen und über alle Social Media-Plattformen teilen.


Der Clou: Vereine können eigene Videos drehen, in denen sie zeigen, warum sie Vereinsscheine verdient haben. Die Clips lassen sich dann auf der Kampagnenwebsite in den TV-Spot integrieren. Aus allen Filmen, die bis zum 10. November hochgeladen werden, wählt Rewe den besten aus und sendet ihn Anfang Dezember bundesweit als Werbespot. "Viele, vor allem kleine Sportvereine müssen genau rechnen und können sich oft nicht die Ausstattung leisten, die benötigt wird", sagt Testimonial Thomas Müller. "Die Aktion von Rewe bringt Hilfe genau dorthin, wo sie gebraucht wird, und jeder in Deutschland kann ohne viel Aufwand mitmachen. Das ist eine Aktion, die ich gerne unterstütze."

Der ehemalige Nationalspieler hebt allerdings auch das Gemeinschaftsgefühl hervor, dass durch das Zusammensein in Sportvereinen entsteht. Auch in diesem Bereich - in der Förderung lokaler Gemeinschaften - liegt laut Rewe ein Ziel der Kampagne: "Sportvereine spielen eine wichtige Rolle für das soziale Miteinander und die Gesundheit von Jugendlichen wie Erwachsenen", sagt Marketingchef Johannes Steegmann. "Wir schaffen eine Plattform, um lokalen Sportvereinen zu helfen." ire
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