Samsung Galaxy Fold

5 Wege, wie faltbare Smartphones das Mobile Marketing bereichern

Das Samsung Galaxy Fold wird auf dem Mobile World Congress in einem Glaskasten versteckt.
© Samsung
Das Samsung Galaxy Fold wird auf dem Mobile World Congress in einem Glaskasten versteckt.
Heute fällt der Startschuss für den Verkauf des Samsung Galaxy Fold. Und eine Kundengruppe wird ganz besonders ungeduldig auf das neue Produktdesign warten: Die Marketingentscheider. Denn obwohl das Fold angesichts seines Rekordpreises von 2100 Euro zunächst nur wenige Käufer finden wird, verspricht es neue Möglichkeiten im Mobile Marketing. HORIZONT hat sich dazu einen ersten Eindruck auf der Ifa verschafft.

Deutschland gehört nach Samsungs Heimatmarkt Süd-Korea zu der ersten Gruppe von Ländern, in denen das neue Ultra-Premiummodell tatsächlich verkauft wird. Und klar ist schon bei der ersten Berührung, dass dieses Smartphone nicht nur aufgrund seines hohen Preises ein echtes Potenzial als ultimatives Statussymbol für zahlungskräftige Tech-Fans hat. Es fühlt sich aufgrund des besonderen Formats anders an als die bisherigen Premium-Smartphones und ist zudem – passend zu seiner Preisklasse – auch edel verarbeitet.


Spannend wird allerdings die Frage, welche neuen Nutzungsroutinen das faltbare Smartphone im Alltag seiner Nutzer bedienen kann. Denn wenn über das Galaxy Fold der Beweis gelingt, dass dieses neue Smartphone-Design mehr als nur ein exklusives Spielzeug sein kann, wird es auch schnell den breiteren Publikumsmarkt erobern. Und davon dürfte auch das Mobile Marketing in mehrfacher Hinsicht profitieren.

1.

Neue Verwendungsanlässe

Bisher gab es eine klare Rollenverteilung. Smartphones waren die Kompromisslösung für Unterhaltung, um kurze Wartezeiten zu füllen. Wer dagegen eine längere Phase des Nichtstuns überbrücken muss, verlässt sich lieber auf ein Tablet. Das bedeutet aber auch, dass Smartphones aufgrund der immer noch begrenzten Bildschirmgröße Kompromisse beim Spiele- und Video-Content eingehen müssen. Und es ist auch keine ernsthafte Option, sein Tablet  auf Verdacht immer dabei zu haben. Hier bietet das faltbare Smartphone mit seinem riesigen Bildschirm eine attraktive Lösung. In diesen Abmessungen lassen sich auch komplexere Spiele auf dem Touchscreen spielen und sind auch längere Bewegtbildformate ohne Stress zu konsumieren. Damit dürfte Mobile an Nutzungszeit deutlich dazu gewinnen und als Medienkanal insgesamt wertvoller werden.


2.

Mehr Freiraum für das Bild 

Video für das Smartphone zu kreieren ist nicht umsonst eine Kunst für sich. Es gilt das vertikale Format zu berücksichtigen, die knappere Aufmerksamkeitsspanne nicht zu vergessen und auch zu beherzigen, dass das Bild aus Rücksicht auf das kleinere Format nicht zu detailreich werden darf. Alle diese Beschränkungen sind auf dem Fold-Bildschirm deutlich weniger relevant. Die Videoclip-Regisseure könnten sich mehr Freiheiten erlauben und attraktiveren Content gestalten. Aber vielleicht noch wichtiger: Display-Ads hätten endlich die Medienbühne, um ähnlich wie auf dem Desktop von der Zielgruppe gesehen zu werden, ohne den eigentlichen Content komplett zu ruinieren.

3.

Interaktive Werbung 

Unterhaltung auf dem Touchscreen ist per Definition berührender, da hier die Interaktion zwischen Nutzer und Medium eben über Berührungen erfolgt. Nicht umsonst wurden viele Testprojekte für interaktive Werbung auf Tablets konzipiert. Denn hier ist es einfach wahrscheinlicher, dass die Nutzer innerhalb eines laufenden Unterhaltungserlebnisses ein Signal wahrnehmen, das ihre Neugier entfacht und sie auf einen Button für weitere Informationen tippen lässt.

Das faltbare Smartphone war auf der Ifa der Renner bei den Besuchern
Santiago Campillo-Lundbeck, © HORIZONT
Das faltbare Smartphone war auf der Ifa der Renner bei den Besuchern
Nun sind Tablets allerdings kein Massenmedium und Smartphone-Touchscreens schlicht zu klein, um derartige Konzepte implementieren zu können. Auf dem Fold-Bildschirm ist dagegen genügend Platz vorhanden. Tatsächlich ist das Nutzungserlebnis hier von Anfang an so angelegt, dass die Nutzer mehrere Fenster parallel geöffnet haben können. Die perfekte Gelegenheit für Werbungtreibende, ihren Werbecontent direkt mit Interaktions- und Verkaufsoptionen zu verknüpfen oder Service-Kanäle mit visuellen Begleiterklärungen anzubieten.

4.

Das Powerduo der Bildschirme 

Das Galaxy Fold ist darauf ausgelegt, dass die Nutzer sich nicht permanent mit dem großen Bildschirm beschäftigen werden und hat deshalb auf der Außenfläche einen zweiten kleineren Bildschirm. Es ist tatsächlich nicht davon auszugehen, dass Fold-Besitzer für kleinere Nutzungssituationen sich die Mühe machen werden, ihr Handy aufzuklappen. Kleinere Ausflüge ins Internet werden auch in Zukunft auf dem kleineren Screen passieren. Das bietet Werbungtreibenden die Chance, eine neue Choreographie ihrer Werbebotschaften zu entwickeln. Zunächst können sie mit einem kleinen Format einen Interaktionsimpuls auf dem kleinen Bildschirm auslösen. Und wer auf die Display-Ad tippt, weil sie mehr wissen wollen, erhält die Aufforderung in den größeren Bildschirm-Modus zu wechseln. Dort kann der Werbungtreibende dann dem interessierten Publikum sein Angebot in der nötigen Opulenz präsentieren.

5.

Bessere Kameras 

Beim Galaxy Fold ist dank des besonderen Designs die reguläre Kamera auch als Selfie-Kamera sichtbar. Die bessere Bildqualität ist eine gute Nachricht für alle Werbungtreibenden, die ihre Marke auch über Selfie-Filter und AR-Avatare inszenieren. Denn die Qualität derartiger Anwendungen hängt nicht unwesentlich davon ab, wie gut die Bildinformationen sind, die die Kamera der KI des Programms zur Verfügung stellt. cam

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